Rechtsextreme Straftaten in NRW erreichen traurigen Rekordwert seit 2001
Dragan ZimmerRechtsextreme Straftaten in NRW erreichen traurigen Rekordwert seit 2001
Rechtsextreme Straftaten in Nordrhein-Westfalen erreichen Höchststand seit 2001
In Nordrhein-Westfalen (NRW) haben rechtsextreme Straftaten den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2001 erreicht. Neue Zahlen zeigen einen Anstieg um 11 Prozent im gesamten Bundesland – besonders betroffen ist Mönchengladbach, wo politisch motivierte Delikte besonders stark zugenommen haben.
Allein im Jahr 2025 registrierte die Polizei 6.268 rechtsextreme Straftaten in NRW, gegenüber 5.641 im Vorjahr. Das entspricht durchschnittlich 17 solchen Vorfällen pro Tag. In Mönchengladbach wurden 139 Fälle gemeldet – ein Anstieg um 78 Prozent gegenüber den 78 Fällen im Jahr 2024. Die Stadt gehört damit zu den zehn Kommunen mit den meisten rechtsextremen Straftaten im Land.
Gleichzeitig stiegen gewalttätige rechtsextreme Taten um 24 Prozent. Antisemitische Vorfälle nahmen um 13 Prozent zu, während Straftaten gegen die sexuelle Orientierung um 27 Prozent anwuchsen. Die stärkste Zunahme verzeichneten jedoch Delikte gegen Roma – hier gab es einen Anstieg um 47 Prozent.
Die Grünen-Politikerin Lena Zingsheim-Zobel, Landtagsabgeordnete aus Mönchengladbach, hat die Entwicklung öffentlich scharf verurteilt. Sie warnte vor der wachsenden Gefahr durch rechtsextremistische Bestrebungen in der Region.
Die aktuellen Daten bestätigen einen besorgniserregenden Aufwärtstrend rechtsextremer Aktivitäten in NRW. Da gewalttätige Straftaten, Hassrede und gezielte Angriffe zunehmen, steht die Politik unter zunehmendem Druck, gegen diese Entwicklung vorzugehen. Der drastische Anstieg in Mönchengladbach spiegelt dabei ein Muster wider, das im gesamten Bundesland zu beobachten ist.
