21 December 2025, 20:38

Rich und zu Guttenberg: Segensreiche Liebe in der Finanzierung

Ein Collage mit verschiedenen Bildern von Frauen in unterschiedlichen Kostümen, jedes begleitet von Text und Dollarbeträgen.

Rich und zu Guttenberg: Segensreiche Liebe in der Finanzierung

Reiche und zu Guttenberg: Liebesglück mit Fördergeld

Teaser: Dass eine Ministerin den eigenen Partner mit Staatsgeldern unterstützt, sei kein Skandal, meint nd-Kolumnist Andreas Koristka. Deutschland habe ohnehin so wenige Promi-Paare – die sollte man nicht vertreiben.

Artikeltext: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche steht in der Kritik, weil ihr Ministerium einem Unternehmen, an dem ihr Lebensgefährte, der ehemalige Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg, beteiligt ist, eine Förderung gewährt hat. Die Firma GovRadar GmbH erhielt 290.000 Euro aus Reiches Haushalt, während Guttenberg einen kleinen Anteil an dem Unternehmen hielt. Kritiker werfen der Ministerin Interessenkonflikte vor, andere halten die Angelegenheit für harmlos.

An GovRadar GmbH, an der Guttenberg mit einem Prozent beteiligt ist, flossen die 290.000 Euro. Sein persönlicher Anteil an der Förderung beläuft sich damit auf 2.900 Euro. Auf Nachfrage betonte Guttenberg, er habe von dem Förderantrag nichts gewusst und auch nicht an dessen Einwerbung mitgewirkt.

Andreas Koristka, Redakteur des Satiremagazins Eulenspiegel, hält die Debatte für übertrieben. Die finanzielle Verquickung sei zu gering, um als Skandal durchzugehen. Bisher sind keine weiteren Unternehmen bekannt, die mit Reiches Ministerium in ähnlichen Förderkonstellationen verbunden wären. Die Beziehung zwischen Reiche und Guttenberg sorgt für zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit. Das Ministerium hat sich bislang nicht offiziell zu den Kriterien der Förderentscheidung geäußert.

Die 290.000 Euro für GovRadar GmbH bleiben der einzige bekannte Fall einer Förderung an ein Unternehmen mit Guttenberg-Beteiligung. Seine minimale finanzielle Beteiligung und die fehlende Einflussnahme auf den Antrag werden als Gründe angeführt, die Affäre herunterzuspielen. Der Vorfall wirft dennoch Fragen zur Vergabe von öffentlichen Fördermitteln im Ministerium auf.