Rindfleischpreise im Großhandel fallen – doch Verbraucher zahlen weiter drauf
Dragan ZimmerRindfleischpreise im Großhandel fallen – doch Verbraucher zahlen weiter drauf
Großhandelspreise für Rindfleisch sinken zum zweiten Mal in Folge
Die Erzeugerpreise für Rindfleisch sind in allen Kategorien um 10 Cent pro Kilogramm gesunken – betroffen sind sowohl Jungbullen als auch Kühe. Gleichzeitig bleiben die Verbraucherpreise für Rindfleischprodukte in Geschäften und Restaurants auf hohem Niveau.
Die aktuellen Marktpreise zeigen einen Rückgang in allen Rindfleischkategorien. Jungbullen der Klasse R3 kosten nun 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht, Kühe der Klasse O3 liegen bei 6,15 Euro pro Kilogramm.
Die Marktlage hat zu diesem Preisrückgang beigetragen: ruhige Fleischverkäufe und Druck aus der Metzgerbranche haben die Rinderpreise nach unten gedrückt. Dennoch bleibt das Angebot an Schlachtrindern knapp, und einige Waren sind im Großhandel weiterhin schwer erhältlich.
Für Verbraucher hingegen sind die Preise für Rindfleisch stark gestiegen. In den ersten Juliwochen zahlten Käufer 20,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Dönerstand-Betreiber aus Friedrichshafen erklärte, ein Rindfleisch-Döner dürfe nicht weniger als 9 Euro kosten. Kunden äußern sich verärgert über die hohen Preise – von Burgern bis hin zu Döner.
Auch die Schlachtzahlen in Deutschland liegen hinter den Vorjahreswerten zurück, was die Marktsituation zusätzlich belastet.
Während die Großhandelspreise für Rinder sinken, bleiben die Verbraucherpreise für Rindfleisch hoch. Die Schere zwischen Erzeuger- und Einzelhandelspreisen geht weiter auseinander. Die Schlachtmengen bleiben unter dem Niveau des Vorjahres, was das Angebot in einigen Bereichen begrenzt hält.
