S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Milliardenprojekt startet mit jahrelangen Einschränkungen
Ignaz KreuselS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach: Milliardenprojekt startet mit jahrelangen Einschränkungen
Die S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln steht vor einem umfassenden Ausbau, der mit 836 Millionen Euro gefördert wird. Nordrhein-Westfalen (NRW) steuert 305 Millionen Euro bei, der Bund übernimmt 531 Millionen Euro. Die Maßnahmen umfassen den Bau eines zweiten Gleises, neue Bahnhöfe und eine bessere Barrierefreiheit – doch Pendler müssen sich auf jahrelange Einschränkungen einstellen.
Die Pläne für den Ausbau der S11 schreiten voran: NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer bestätigte, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen sollen. Damit kann die DB InfraGO mit der Ausschreibung von Verträgen beginnen und Gleissperrungen anmelden. Die erste große Vollsperre startet kurz nach Ostern 2026 – der Auftakt zu langfristigen Betriebsbeeinträchtigungen.
Zum Projekt gehören der zweigliige Ausbau, die Modernisierung von Stationen sowie zwei neue Mittelbahnsteige – je einer am Kölner Hauptbahnhof und an der Messe/Deutz. Auch die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück werden zwischen dem 9. Juli und dem 15. Oktober 2027 umgebaut. Bergisch Gladbachs Erster Beigeordneter, Ragnar Migenda, deutete an, dass die Hauptbauarbeiten frühestens Ende 2030 beginnen könnten.
Nach Fertigstellung soll die S11 alle zehn Minuten verkehren, im Berufsverkehr fast im Fünf-Minuten-Takt. Doch der ursprünglich angestrebte Abschluss Anfang 2032 ist aufgrund von Terminüberschneidungen mit anderen Infrastrukturprojekten fraglich.
Ziel des S11-Ausbaus ist es, die Kapazität und Barrierefreiheit auf einer wichtigen Pendlerstrecke zu verbessern. Bis die Modernisierung abgeschlossen ist, müssen Fahrgäste jedoch jahrelange Sperrungen und Verspätungen in Kauf nehmen. Der Zeitplan bleibt ungewiss, doch die Finanzierung und Genehmigungen sind gesichert – die Arbeiten können vorankommen.






