Schwimmprojekt zeigt Erfolge – doch 18 Prozent der Kinder können immer noch nicht schwimmen
Dragan ZimmerSchwimmprojekt zeigt Erfolge – doch 18 Prozent der Kinder können immer noch nicht schwimmen
Ein aktuelles Projekt zur Verbesserung der Schwimmfähigkeiten von Kindern zeigt vielversprechende Ergebnisse. Die im März 2023 gestartete Initiative unterstützt 25 Grundschulen mit ausgebildeten Schwimmhelferinnen und Schwimmhelfern. Neue Daten bestätigen nun den Erfolg – und es gibt Forderungen, die Förderung über das Schuljahr 2025/26 hinaus zu verlängern.
Doch bleiben Herausforderungen. Trotz Fortschritten können fast 18 Prozent der Viertklässler immer noch nicht schwimmen – ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Zudem mussten zwei Schulen im Schuljahr 2022/23 aufgrund von Personalmangel den Schwimmunterricht komplett absagen.
Das Projekt "Schwimmhilfen im Grundschulschwimmunterricht" startete im März 2023. Es stellt 18 qualifizierte Helferinnen und Helfer bereit, die an 25 Grundschulen Kinder beim Schwimmenlernen unterstützen. Die Schulen berichten, dass ohne diese Unterstützung die Erfolgsquoten deutlich sinken würden.
Die Daten zeigen, dass mittlerweile 34,5 Prozent der Viertklässler mindestens das Bronze-Schwimmabzeichen erworben haben und damit als sichere Schwimmer gelten. Weitere 40 Prozent besitzen das Anfängerabzeichen "Seepferdchen". An weiterführenden Schulen erfüllen fast 41 Prozent den Standard des sicheren Schwimmens. Die Zeit im Wasser macht dabei einen deutlichen Unterschied: Schulen, die pro Unterrichtsstunde mehr als 35 Minuten Wasserzeit anbieten, verzeichnen eine Nichtschwimmerquote von nur 13,99 Prozent – im Vergleich zum regionalen Durchschnitt von 17,94 Prozent bei Viertklässlern ohne Schwimmkenntnisse. Zwar wurde für 2022/23 keine Schule in der Region gemeldet, die den Schwimmunterricht ausfallen ließ, doch zwei Standorte mussten aufgrund von Personalengpässen den Unterricht absagen.
Christiane Schüssler, Stadträtin für Bildung, betonte die Wirkung des Projekts und berichtete von einem Moment, in dem die Heyden-Grundschule der Initiative dankte, weil diese Kindern geholfen habe, ihr "Seepferdchen" zu erwerben. Die Schulen führen auch Programme wie die "Schwimmwoche" als Erfolgsfaktor an. Ohne solche Maßnahmen, warnen sie, würden die Schwimmfähigkeiten weiter zurückgehen.
Die überzeugenden Daten des Projekts haben breite Unterstützung gesichert, die Förderung über 2025/26 hinaus fortzusetzen. Angesichts der Tatsache, dass 18 Prozent der Viertklässler noch immer nicht schwimmen können, bleibt die Unterstützung unverzichtbar. Längere Wasserzeiten und geschulte Helfer haben sich als entscheidend erwiesen, um die Sicherheit der Kinder im Wasser zu verbessern.