21 February 2026, 08:56

Sechs Jahre nach Hanau: NRW gedenkt der Opfer des rassistischen Anschlags

Eine Ziegelwand mit einer rechteckigen Plakette, auf der in fetter, weißer Schrift "38. Signalbataillon" steht.

Sechs Jahre nach Hanau: NRW gedenkt der Opfer des rassistischen Anschlags

Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag von Hanau haben in Nordrhein-Westfalen (NRW) Gedenkveranstaltungen stattgefunden, um der Opfer zu gedenken. Der rechtsterroristische Akt, einer der schlimmsten in der jüngeren Geschichte Deutschlands, forderte am 19. Februar 2020 neun Menschenleben. In den kommenden Tagen sind bundesweit weitere Veranstaltungen geplant, um der Verstorbenen zu gedenken.

In der Nacht des 19. Februar 2020 ermordete ein rechtsextremer Attentäter in Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen. Zudem tötete er seine 72-jährige Mutter, bevor er sich selbst das Leben nahm. Der Anschlag hinterließ Überlebende mit schweren Verletzungen. Im Januar 2026 starb Ibrahim Akkuş – ein Opfer, das achtmal angeschossen worden war – an den langfristigen körperlichen und psychischen Folgen. Damit stieg die Zahl der mit dem Anschlag in Verbindung stehenden Todesopfer auf zwölf.

In NRW fanden in verschiedenen Städten Gedenkaktionen statt. In Aachen versammelten sich rund 300 Menschen zu einer Kundgebung und einem Marsch, organisiert von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen. Sie forderten Gerechtigkeit und gedachten der Opfer. Unterdessen richtete Bochums Nachtlebenviertel eine Mahnwache aus, während in Köln ein Solidaritätsmarsch stattfand.

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Der Anschlag von Hanau bleibt einer der tödlichsten rechtsterroristischen Akte in Deutschland. Die Gedenkveranstaltungen unterstreichen weiterhin seine Folgen, und in den nächsten Tagen werden bundesweit weitere Veranstaltungen erwartet. Überlebende und Angehörige tragen noch heute die Last jener Nacht vor sechs Jahren.