25 February 2026, 07:17

Solingens SPD trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die Politik

Ein Plakat mit der Aufschrift "Das Gesetz zur Stärkung der Gemeinschaften" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, mit einer Grafik einer Person in einem blauen Hemd mit ausgestreckten Armen und entschlossener Miene.

Solingens SPD trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die Politik

Jochen Müller-Stöver, langjähriger SPD-Politiker aus Solingen, ist verstorben. Als "Verkörperung des selbstbewussten und engagierten Geistes von Wald" prägte er über Jahrzehnte die lokale Politik. Sein Wirken hinterlässt Spuren in der Stadt und der Partei, der er sein Leben widmete.

Am 1. Januar 1963 trat Müller-Stöver der SPD bei und begann eine Karriere, die mehr als ein halbes Jahrhundert umspannte. Innerhalb der Partei übernahm er zahlreiche Funktionen, darunter den Vorsitz des SPD-Ortsvereins Wald und später des Solinger Bezirks. Zudem spielte er eine zentrale Rolle bei der Verlegung der SPD-Geschäftsstelle.

15 Jahre lang saß er als Stadtrat und Bezirksvertreter im Solinger Rathaus und setzte sich für sozialdemokratische Werte ein. Sein Engagement ging weit über die Politik hinaus: Er rettete die evangelische Kirche in Wald vor dem Verfall, sicherte die Finanzierung des Ittertaler Freibads und bewahrte die Rosenkamp-Grundschule vor der Schließung.

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Als praktizierender Unfallchirurg brachte Müller-Stöver sein medizinisches Fachwissen in die Gesundheitspolitik ein. Er stabilisierte die Finanzen des Solinger Städtischen Klinikums und verbesserte die Arbeitsmoral des Personals. Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, einer der höchsten Ehrungen Deutschlands.

2004 und 2009 kandidierte er als Oberbürgermeister und führte seine Wahlkämpfe mit der ihm eigenen Energie und Entschlossenheit. Kollegen erinnerten sich an ihn als pragmatischen Macher mit festen Prinzipien, der sich nie vor Verantwortung drückte.

Die SPD bezeichnet seinen Tod als den Verlust eines leidenschaftlichen Kommunalpolitikers. Sein Einfluss reichte von der Parteiführung bis zu gemeinnützigen Projekten und hinterlässt ein bleibendes Erbe in Solingens politischem und sozialem Gefüge.

Mit Müller-Stövers Tod endet eine Ära für die Solinger SPD. Seine jahrzehntelangen Dienste – vom lokalen Engagement bis zu Reformen im Gesundheitswesen – haben die Entwicklung der Stadt geprägt. Die Partei und die Bürgerschaft werden ihn als einen engagierten Vordenker in Erinnerung behalten, der spürbare Veränderungen bewirkte.