SPD Solingen will Kirchenumbauten mit neuer Koordinationsstelle beschleunigen
Gordon AdlerSPD Solingen will Kirchenumbauten mit neuer Koordinationsstelle beschleunigen
Die Solinger SPD setzt sich für eine stärkere kommunale Unterstützung von Kirchengemeinden ein, die alte Gebäude umnutzen möchten. Angesichts der Tatsache, dass viele evangelische und katholische Gruppen nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für stillgelegte Standorte suchen, fordert die Partei, dass die Stadt eine aktivere Rolle übernimmt. Ihr Vorschlag umfasst die Einrichtung einer eigenen Koordinationsstelle sowie einer Arbeitsgruppe, um den Prozess zu beschleunigen.
Der Vorstoß erfolgt parallel zur laufenden Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche, die kreative Ansätze zur Umnutzung ehemaliger Sakralbauten vorstellt. Von Nachbarschaftszentren bis zu Kulturstätten zeigen die ausgestellten Beispiele, wie diese Gebäude neues Leben erhalten können. Doch strenge Bauvorschriften und Denkmalschutzauflagen verzögern solche Projekte oft.
Um diese Hindernisse zu überwinden, hat die SPD einen gemeinsamen Antrag eingebracht. Dieser sieht eine zentrale Anlaufstelle innerhalb der Stadtverwaltung sowie eine Arbeitsgruppe vor, die Gemeinden durch rechtliche und praktische Schritte begleitet. Ziel ist es, überflüssige Bürokratie abzubauen und gemeinsame Leitlinien zwischen Rat, Behörden und Glaubensgemeinschaften abzustimmen.
Trotz des angespannten Haushalts in Solingen betont die SPD die Notwendigkeit praktischer Unterstützung, insbesondere bei der Bewältigung komplexer Vorschriften. Die Partei plädiert zudem für einen überparteilichen Ansatz und ruft alle demokratischen Fraktionen im Rat zur Zusammenarbeit auf. Ihr Ziel ist es, umsetzbare Pläne zügig in die Tat umzusetzen.
Falls der Antrag angenommen wird, sollen die Koordinationsstelle und die Arbeitsgruppe zu zentralen Ansprechpartnern für die Gemeinden werden. Sie würden helfen, bürokratische Hürden zu vereinfachen und eine reibungslosere Umsetzung von Umnutzungsprojekten zu gewährleisten. Der Vorstoß der SPD spiegelt die bundesweiten Bemühungen wider, Kirchengebäude zu erhalten und an ihre sich wandelnde Rolle anzupassen.
