Stillgelegte Bahnstrecke zwischen Münster und Bocholt könnte bald wieder fahren
Ignaz KreuselStillgelegte Bahnstrecke zwischen Münster und Bocholt könnte bald wieder fahren
Eine seit langem stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster könnte bald wieder in Betrieb genommen werden. Neue Studien deuten darauf hin, dass das Projekt günstiger und effizienter ist als zunächst angenommen – und wecken damit erneutes Interesse bei Verkehrsplanern.
Die geplante Wiederbelebung der Münster-Strecke gewinnt an Fahrt, nachdem aktualisierte Kostenschätzungen niedriger ausfielen als erwartet. Frühere Untersuchungen hatten mit etwa 7.000 Fahrgästen pro Tag gerechnet, doch überarbeitete Prognosen zeigen nun, dass Züge schneller und in kürzeren Takten verkehren könnten als bisher vermutet.
Befürworter heben zwei zentrale Vorteile hervor: geringere Emissionen und bessere Anbindungen im ländlichen Raum. Auf der Strecke sollen batteriebetriebene Züge fahren, zudem ist eine Teil-Elektrifizierung geplant. Unterstützer argumentieren, dass sich dadurch die Reisezeiten verkürzen ließen und eine umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr entstünde.
Trotz des Optimismus gibt es noch Hürden. Knappe Haushalte und Konkurrenz durch andere Infrastrukturprojekte könnten die Umsetzung verzögern. Aktivisten drängen nun den Verkehrsverbund Westfalen-Lippe, mit der detaillierten Planung voranzuschreiten.
Falls genehmigt, würde die reaktivierte Strecke die Verbindungen zwischen Münster und den umliegenden Städten verbessern. Der Einsatz von batteriebetriebenen Zügen und die Teil-Elektrifizierung sollen Kosten und Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Die endgültige Entscheidung hängt von der Verfügbarkeit der Mittel und der Priorisierung innerhalb der regionalen Verkehrsplanung ab.






