01 February 2026, 06:59

Streik in NRW: Schüler müssen trotz Nahverkehrsausfall zur Schule

Eine Gruppe von Schulbussen fährt auf einer von hohen Gebäuden gesäumten Straße, mit Menschen auf dem Gehweg, Bäumen, Laternenmästen und einer Flagge mit einem Mast im Hintergrund, unter einem sichtbaren Himmel.

Streik in NRW: Schüler müssen trotz Nahverkehrsausfall zur Schule

Geplanter Nahverkehrsstreik in Nordrhein-Westfalen: Schüler müssen trotzdem zur Schule

Ein für Anfang Februar angekündigter Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr Nordrhein-Westfalens entbindet Schüler nicht von der Schulpflicht. Die für den 2. Februar 2026 geplante Arbeitsniederlegung hat die Behörden veranlasst, auf die geltenden Anwesenheitspflichten hinzuweisen. Eltern seien verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder trotz der Einschränkungen den Unterricht besuchen, betonen die Verantwortlichen.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem 24-stündigen Warnstreik bei rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben aufgerufen. Ab 3:00 Uhr morgens am 2. Februar werden in Köln, Bonn, Düsseldorf, Dortmund und weiteren Städten die Fahrten bis zum nächsten Morgen eingestellt. Das Netz der Aachener Aseag bleibt von den Ausfällen verschont.

Schulbehörden haben klargestellt, dass ausgefallene Busse oder Bahnen allein kein Grund für Fehlzeiten sind. Eltern müssen stattdessen Alternativen organisieren – etwa Fahrgemeinschaften oder Fußwege –, sofern die Strecken begehbar sind. Nur in absoluten Ausnahmefällen, wenn der Schulweg als unzumutbar gilt, werden Entschuldigungen akzeptiert.

Als vorübergehende Lösung könnten digitale Aufgaben gestellt werden, doch Präsenzunterricht bleibe unverzichtbar, heißt es. Schulen und Familien werden aufgefordert, sich auf mögliche künftige Störungen vorzubereiten, um den Unterrichtsbetrieb ohne Unterbrechung aufrechtzuerhalten.

Der Streik wird die Belastbarkeit der Verkehrsnetze und die Schulpflichtregelungen auf die Probe stellen. Eltern müssen die Anreise ihrer Kinder aktiv planen, da unentschuldigte Fehlzeiten nicht geduldet werden. Die Schulen bleiben regulär geöffnet und setzen darauf, dass sich die Familien auf die vorübergehende Einstellung der Verkehrsleistungen einstellen.