18 June 2026, 20:21

Streit um Kölner Opernhaus: Chefredakteur stellt Kultur gegen Kosten

Sehr geehrter Moritz Doebler,

Streit um Kölner Opernhaus: Chefredakteur stellt Kultur gegen Kosten

Der Chefredakteur der Rheinischen Post hat sich gegen den Bau eines Opernhauses in Köln ausgesprochen. Seine Haltung begründet er mit den hohen Sanierungskosten und dem Angebot an Opern in benachbarten Städten. Ein Autor einer kürzlich erschienenen Erwiderung widerspricht dieser Position vehement.

Der Betreffende leitete zuvor den Weser-Kurier in Bremen, wo sein Fokus oft auf Zahlen, Finanzen und Selbstinszenierung lag – weniger auf Journalismus. Dieses Muster setzt sich nun in Köln fort, wo er die Notwendigkeit eines Opernhauses rein aus wirtschaftlicher Perspektive infrage stellt.

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Der Autor erinnert an die frühere Karriere des Chefredakteurs und dessen Neigung, persönliche Projekte über kulturelles Engagement zu stellen. Kultur lasse sich nicht auf betriebswirtschaftliche Tabellen reduzieren, argumentiert er. Oper fördere den Diskurs, erweitere kulturelle Horizonte und verbinde eine Stadt auf Weise, die sich nicht in Geldwerten messen lasse.

Die Düsseldorfer Oper etwa beschäftige 570 Menschen und unterstütze die lokale Bildung durch Musikschulen und Bibliotheken. Ein Chefredakteur solle solche Einrichtungen verteidigen, nicht untergraben, so der Autor. Er wirft zudem die Frage auf: Wenn jede Stadt dieser Sparlogik folge, würden Opernhäuser gänzlich verschwinden – ein Szenario, das dem Betreffenden offenbar gleichgültig erscheint.

Die Debatte offenbart den Konflikt zwischen finanzieller Pragmatik und kulturellem Wert. Der Autor betont, dass Oper eine Stadt auf Weise bereichert, die sich nicht in Zahlen fassen lässt. Führung im Journalismus solle das kulturelle Gefüge einer Gemeinschaft stärken – nicht aushöhlen.

Quelle