Stuttgart kämpft um historische Vorgärten im Afrika-Viertel gegen Parkplatz-Trend
Georgine MansStuttgart kämpft um historische Vorgärten im Afrika-Viertel gegen Parkplatz-Trend
Köln will historische Vorgärten im Afrika-Viertel von Stuttgart schützen
Die Stadt Stuttgart unternimmt Schritte, um die historischen Vorgärten im Afrika-Viertel des Stadtteils Nippes zu bewahren. Ziel ist es, zu verhindern, dass Hausbesitzer diese Grünflächen in Parkplätze umwandeln. Die Behörden argumentieren, die Maßnahme diene dem Erhalt des Charakters des Viertels und stoppe den weiteren Verlust von Grünflächen.
Aktuell dürfen Anwohner ihre Vorgärten ohne besondere Genehmigung verspiegeln, um Parkplätze zu schaffen. Doch wenn die neuen Regeln verabschiedet werden, wären künftig nur noch Umbauten erlaubt, die für die Zufahrt unverzichtbar sind.
Die geplanten Änderungen sehen vor, dass bestehende Parkplätze und Einfahrten erhalten bleiben. Die Versiegelung neuer Flächen für nicht zwingend notwendige Zwecke würde jedoch verboten. Die Stadtverwaltung betont, das Vorhaben solle den historischen Charme des Viertels und die begrünten Fassadenfronten bewahren.
Nicht alle unterstützen den Plan. Der Haus- und Grundbesitzerverband Köln kritisiert den Vorschlag scharf und wirft der Stadt vor, damit unzumutbar in das Eigentumsrecht einzugreifen. Die Eigentümer sollten selbst entscheiden dürfen, wie sie ihr Grundstück nutzen, so der Verband.
Im März wird sich der Stadtentwicklungsausschuss Köln mit den Plänen befassen. Bei einer Zustimmung würden die neuen Regeln für mehrere Straßen im Afrika-Viertel gelten. Wie viele Vorgärten bereits in Parkflächen umgewandelt wurden, hat die Stadt nicht bekannt gegeben.
Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtentwicklungsausschuss, der im nächsten Monat tagt. Falls der Antrag durchkommt, sind neue Parkplätze in Vorgärten nur noch dann erlaubt, wenn sie der notwendigen Zufahrt dienen. Das Ergebnis wird zeigen, ob die historischen Grünflächen des Viertels geschützt bleiben – oder weiter schwinden.






