06 May 2026, 20:25

Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft um Überleben trotz sinkender Geburtenraten

Ein Babyladen in einem Einkaufszentrum mit Menschen, Spielzeugen, Regalen, Schildern, einem Anzeigebildschirm, Deckenleuchten und einem Dach, das sich im Mall of Asia befindet.

Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft um Überleben trotz sinkender Geburtenraten

Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen mit freien Plätzen und finanzieller Unsicherheit

Ein deutlicher Rückgang der Geburtenraten hat in der Stadt zu einem Überangebot an Betreuungsplätzen geführt – es gibt mehr Plätze als Kleinkinder. Viele Eltern, die eigentlich die familiennahe Betreuung für ihre jüngsten Kinder bevorzugen, steigen unter Druck oder aus Sorge um zukünftige Chancen auf Kitas um.

Aktuell bleiben 46 Plätze in der Kindertagespflege für das kommende Betreuungsjahr unbesetzt. Betreuungskräfte berichten, dass Kitas Eltern oft dazu drängen, freie Plätze anzunehmen, sodass einige Familien die Tagespflege bereits nach wenigen Wochen oder Monaten verlassen. Diese plötzlichen Wechsel hinterlassen die Tagesmütter und -väter mit finanziellen Einbußen und emotionalem Stress.

Sarah Heller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Kindertagespflege Bergisch Gladbach, warnte, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Klar und unmissverständlich erklärte sie: „Für die Kinderbetreuung hier ist nichts Gutes in Sicht.“ Trotz der Herausforderungen betont der Verband, dass die Kindertagespflege unverzichtbar bleibt – insbesondere für Kinder unter drei Jahren.

Jenni Löllgen, Vertreterin der Tagespflegepersonen, grenzt die Rolle der Branche ab: „Wir wollen nicht mit Kitas um Kinder konkurrieren“, sagte sie. „Wir sind eine wertvolle Ergänzung im Betreuungssystem.“ Die Gruppe argumentiert, dass die familiennahe Betreuung eine entscheidende Alternative bietet, vor allem für die jüngsten Kinder.

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Angesichts sinkender Geburtenzahlen und des Ausbaus der Kita-Plätze steht die Kindertagespflege in Bergisch Gladbach vor einer ungewissen Zukunft. Betreuungskräfte haben mit freien Plätzen und finanzieller Belastung zu kämpfen, während Eltern sich gedrängt fühlen, sich für die Kita statt für die Tagespflege zu entscheiden. Der Verband setzt sich weiterhin dafür ein, als zentraler Baustein der frühen Kindheitsförderung anerkannt zu werden.

Quelle