14 January 2026, 19:01

Tarifpoker in der Chemieindustrie: Lohnverhandlungen starten in Düsseldorf

Ein Plakat mit einem Stadtplan von Spruidel, Deutschland, und begleitendem Text.

Regionale Lohnverhandlungen in der Chemiebranche beginnen in Düsseldorf - Tarifpoker in der Chemieindustrie: Lohnverhandlungen starten in Düsseldorf

Tarifverhandlungen für Deutschlands Chemieindustrie starten am Mittwoch in Düsseldorf

Die Lohnverhandlungen für die deutsche Chemieindustrie beginnen an diesem Mittwoch in Düsseldorf. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert Arbeitsplatzgarantien und höhere Löhne, um den Beschäftigten bei den steigenden Lebenshaltungskosten entgegenzukommen. Die Arbeitgeber hingegen drängen auf eine Lohnpause zum Auftakt der Gespräche.

Die Verhandlungen starten im Tarifbezirk Nordrhein, bevor sie in den kommenden Tagen auf andere Regionen ausgeweitet werden. Lokale Ausschüsse werden zunächst über Entgelttabellen und Ausbildungsvergütungen verhandeln. Erst wenn diese Gespräche ins Stocken geraten, wird die nächste Stufe auf Bundesebene eingeleitet.

Die IG BCE vertritt bundesweit rund 585.000 Beschäftigte der Chemieindustrie. Die Gewerkschaft hat bisher keine konkrete Lohnforderung in Prozent genannt, setzt aber auf eine Stärkung der Kaufkraft und mehr Jobstabilität für ihre Mitglieder.

Der aktuelle Tarifvertrag gilt noch bis zum 28. Februar 2026. Verhandelt wird zwischen der IG BCE und dem Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC), der die Unternehmen der Branche vertritt.

Das Ergebnis der Gespräche wird die Löhne und Arbeitsbedingungen von Hunderttausenden Chemiearbeitern bestimmen. Beide Seiten müssen nun bis zum Auslaufen des bestehenden Vertrags Anfang 2026 eine Einigung finden.