Thyssenkrupp setzt auf radikale Umstrukturierung – doch rettet das die Aktie?
Gordon AdlerThyssenkrupp setzt auf radikale Umstrukturierung – doch rettet das die Aktie?
Thyssenkrupp-Aktie: Wie geht es weiter?
Die Thyssenkrupp-Aktie bewegt sich seit Tagen seitwärts bei der Neun-Euro-Marke. Wohin entwickelt sich der Kurs des deutschen Mischkonzerns?
- Dezember 2025, 12:00 Uhr MESZ
Schlagwörter: Aktien, Technologie, Trends, Finanzen, Investitionen, Wirtschaft, Börse
Thyssenkrupp hat ein umfassendes Umstrukturierungsprogramm angekündigt, das den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen und eine Reduzierung der Stahlproduktion um fast ein Viertel vorsieht. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund rückläufiger Umsätze in nahezu allen Geschäftsbereichen – nur die Sparten Marine Systems und Dekarbonisierung verzeichnen noch positive Ergebnisse. Anleger reagierten verhalten: Die Aktie gab um 4,7 % nach, bleibt aber im Jahresvergleich deutlich im Plus.
Im Mittelpunkt der Restrukturierung steht Thyssenkrupp Steel Europe, das seine Belegschaft um 40 % verringern und die Produktion von derzeit 11,5 Millionen Tonnen auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen bis 2030 zurückfahren wird. Die Entscheidung erfolgte in Absprache mit der IG Metall; unter der Führung von Vorstandschef Miguel López soll der Konzern künftig als Finanzholding organisiert werden.
Die Stellenstreichungen und Produktionskürzungen markieren einen tiefgreifenden Rückbau der Stahlsparte. Angesichts anhaltender Verluste in den meisten Bereichen hängt die Erholung des Unternehmens davon ab, ob es gelingt, die Kosten zu senken und die Nachfrage wieder zu beleben. Die Aktionäre werden die Umsetzung der Pläne in den kommenden Jahren genau verfolgen.