05 January 2026, 10:50

Thyssenkrupp Steel und IG Metall einigen sich auf radikale Umstrukturierung bis 2030

Mehrere Zugmaschinen stehen in einem Abstellgleis mit zahlreichen Eisenstangen darüber, einem Zaun auf der rechten Seite, einem Zug auf dem Bahngeleis neben dem Zaun und zwei Personen in der Mitte nahe dem Zaun.

Thyssenkrupp's Steel Unit Launches Tough Restructuring - Thyssenkrupp Steel und IG Metall einigen sich auf radikale Umstrukturierung bis 2030

Thyssenkrupp Steel einigt sich mit IG Metall auf tiefgreifenden Umstrukturierungsplan

Thyssenkrupp Steel hat mit der Gewerkschaft IG Metall eine weitreichende Umstrukturierungsvereinbarung abgeschlossen, um Kosten zu senken und die Geschäftstätigkeit zu stabilisieren. Der Deal kommt zu einer Zeit, in der das Unternehmen mit nachlassender Nachfrage und schwachen Stahlpreisen in ganz Europa zu kämpfen hat. Im Rahmen des Plans werden Tausende Arbeitsplätze abgebaut, doch die Unternehmensführung betont, dass die Maßnahmen die langfristige Zukunft des Konzerns sichern sollen.

Die Restrukturierung sieht vor, die Belegschaft von derzeit etwa 27.000 Beschäftigten auf 16.000 bis zum Jahr 2030 zu reduzieren. Damit fallen in den kommenden Jahren rund 11.000 Stellen weg. Auch die Produktion wird gedrosselt – von jährlich 11,5 Millionen Tonnen auf ein Volumen zwischen 8,7 und 9 Millionen Tonnen.

Ein Tarifvertrag mit IG Metall regelt bis September 2030 die Bedingungen für Sozialpläne und betriebliche Anpassungen. Die Einigung beinhaltet schmerzhafte Zugeständnisse, zielt jedoch darauf ab, den verbleibenden Mitarbeitenden und dem Unternehmen Planungssicherheit zu geben. Zudem hat Thyssenkrupp Steel seinen Liefervertrag mit dem Stahlhersteller HKM gekündigt; dieser läuft Ende 2032 aus.

Marie Jaroni, seit November 2025 Vorstandsvorsitzende, steuert die Transformation des Unternehmens. Ziel ist es, Thyssenkrupp Steel nach Abschluss der Umstrukturierung wettbewerbsfähiger im europäischen Stahlmarkt zu positionieren.

Die Einschnitte werden die Geschäfte von Thyssenkrupp Steel in den nächsten zehn Jahren grundlegend verändern. Mit einer schlankeren Belegschaft und geringerer Produktion will sich das Unternehmen den Markt Herausforderungen anpassen. Die Vereinbarung mit IG Metall sorgt für einen geordneten Abbau von Arbeitsplätzen und soll langfristige Stabilität gewährleisten.