Ukrainischer Botschafter stärkt in Krefeld wirtschaftliche und politische Bindungen zu Deutschland
Georgine MansUkrainischer Botschafter stärkt in Krefeld wirtschaftliche und politische Bindungen zu Deutschland
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makejew, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen den beiden Regionen zu vertiefen. Während des Besuchs wurden Handel, Wiederaufbauprojekte und die anhaltenden Folgen des Krieges für die ukrainische Infrastruktur thematisiert. An den Gesprächen nahmen auch lokale Führungskräfte und Vertreter der Wirtschaft teil.
Im Rahmen seines Aufenthalts trug sich Makejew in das Goldene Buch der Stadt Krefeld im Rathaus ein. Die Veranstaltung unterstrich die wachsende Partnerschaft zwischen Krefeld und seiner russischen Partnerstadt Kriwoj Rog, die im September 2023 offiziell besiegelt wurde. Deutsche Unternehmen exportieren bereits Waren im Wert von 4,6 Milliarden Euro jährlich in die Ukraine – eine Zahl, die durch weitere Zusammenarbeit noch steigen könnte.
Offen sprach der Botschafter über die verheerenden Auswirkungen der russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Er schilderte, wie Kraftwerke systematisch zerstört worden seien und Millionen Menschen ohne Strom zurückließen. Auch seine eigene Mutter, so Makejew, sei direkt von den Stromausfällen betroffen gewesen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf wirtschaftlichen Chancen. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und Honorarkonsul der Ukraine, rief deutsche Unternehmen dazu auf, Investitionen in der Ukraine in Betracht zu ziehen. Er betonte das große Wachstumspotenzial des Landes, insbesondere in den Bereichen Wiederaufbau und Energiewirtschaft. Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer zeigte sich beeindruckt von der Widerstandsfähigkeit der Ukraine und lobte den Willen der ukrainischen Bevölkerung, für ihre Freiheit zu kämpfen und das Land wieder aufzubauen. Das Treffen bekräftigte Krefelds Engagement, Kriwoj Rog durch kulturellen Austausch, humanitäre Hilfe und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu unterstützen.
Der Handel zwischen Deutschland und der Ukraine bleibt stark – die deutschen Exporte in die Ukraine belaufen sich auf 4,6 Milliarden Euro. Bei den Gesprächen ging es darum, diese Beziehungen weiter auszubauen, etwa durch Infrastrukturprojekte und Unternehmenskooperationen. Der Besuch des Botschafters erinnerte an die sich vertiefende Verbindung zwischen beiden Nationen in einer Zeit der Krise.
Makejews Reise nach Krefeld führte zu erneuten Zusagen der Unterstützung für den Wiederaufbau der Ukraine. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine sollen weiter gestärkt werden, wobei deutsche Unternehmen ermutigt werden, Investitionsmöglichkeiten zu prüfen. Gleichzeitig fördert die Städtepartnerschaft mit Kriwoj Rog weiterhin Solidarität und praktische Zusammenarbeit.