17 April 2026, 02:30

Uli Hoeneß provoziert mit Veganismus-Kritik – PETA kontert mit Challenge-Einladung

Plakat mit Text, der zum bewussten Einkaufen, schonenden Kochen, reduziertem Getreide- und Fleischkonsum, angemessenen Portionen und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung aufruft.

Uli Hoeneß provoziert mit Veganismus-Kritik – PETA kontert mit Challenge-Einladung

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit seinen jüngsten Äußerungen zum Veganismus für Aufsehen gesorgt. In einem Podcast von Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung auf Dauer krank mache, und kritisierte Veganer als übermäßig militant. Seine Aussagen lösten eine scharfe Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA aus.

Hoeneß äußerte sich im Rahmen einer breiten Diskussion beim bayerischen Radiosender. Er argumentierte, dass eine langfristige vegane Ernährung zu gesundheitlichen Problemen führe, und warf Veganern vor, ihre Überzeugungen aggressiv zu verbreiten. Es ist nicht das erste Mal, dass der umstrittene Unternehmer ohne fachliche Grundlage deutliche Meinungen vertritt.

Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA Deutschland, nahm später zu den Aussagen Stellung. Die Organisation lud Hoeneß zudem ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen – einer 30-tägigen Challenge, die Interessierten den Einstieg in die pflanzliche Ernährung erleichtern soll.

Die Debatte flammt auf, während sich pflanzliche Ernährungsformen zunehmend durchsetzen. Studien zeigen wiederholt, dass der Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit einem höheren Risiko für Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes verbunden ist. Branchenführer wie der Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle erkannten den Trend früh und erklärten bereits 2014, dass "Wurst die Zigarette der Zukunft" sei – angesichts der wachsenden Nachfrage nach Fleischalternativen.

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Hoeneß' eigene Gesundheit stand in der Vergangenheit im Fokus: Medien berichteten über seine Behandlung wegen Herzproblemen und Bluthochdrucks. Trotz seiner Veganismus-Kritik wird das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren heute von seinen Kindern geführt – Sabine als persönlich haftende Gesellschafterin und Florian mit Alleinvertretungsbefugnis.

Die Äußerungen von Hoeneß haben die Diskussion über Ernährung, Gesundheit und ethischen Konsum neu entfacht. Während er an seinen Ansichten festhält, deuten Studien und Marktentwicklungen darauf hin, dass sich pflanzliche Ernährung aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen immer mehr etabliert. PETAs Einladung steht weiterhin – und bietet ihm die Chance, vegane Ernährung selbst auszuprobieren.

Quelle