VAR-Chaos in Münster: Fans stürmen Feld und schalten Schiedsrichter-Technik ab
Georgine MansVAR-Chaos in Münster: Fans stürmen Feld und schalten Schiedsrichter-Technik ab
Zweite-Liga-Spiel zwischen Preußen Münster und Hertha BSC nach Störung der VAR-Anlage unterbrochen
Ein Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha BSC wurde unterbrochen, als zwei Fans den Bildschirm des Video-Assistenten (VAR) am Spielfeldrand stürmten und das Gerät abschalteten.
Der Vorfall ereignete sich in der zweiten Halbzeit im Preußenstadion, wo bis zu 15.050 Zuschauer anwesend gewesen sein könnten. Zwei Personen rannten auf das Spielfeld, zogen den Stecker des VAR-Monitors und unterbrachen so das Spiel. Schiedsrichter Felix Bickel wandte sich daraufhin an den VAR-Truck in Köln, um Unterstützung zu erhalten.
Nach der Fernauswertung der Bilder durch die Video-Assistenten wurde Hertha BSC ein Elfmeter zugesprochen. Der Verein verurteilte die Störung umgehend, kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln und künftige Vorfälle zu verhindern. Umgehend wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeführt, um ähnliche Zwischenfälle zu unterbinden.
Die Aktion folgte auf zuvor geäußerten Unmut der Fans: Bereits früher im Spiel war ein Transparent mit der Forderung nach Abschaffung des VAR gezeigt worden. Der Verein betonte, dass solche Handlungen nicht toleriert würden und rechtliche Konsequenzen folgen würden.
Das Spiel wurde nach der VAR-Entscheidung fortgesetzt, doch die Unterbrechung unterstrich die anhaltenden Spannungen rund um die Technologie. Preußen Münster hat inzwischen die Sicherheitsprotokolle verschärft, um Wiederholungen zu vermeiden. Zudem bestätigte der Klub, disziplinarische Maßnahmen gegen die Beteiligten einzuleiten.






