29 January 2026, 17:49

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein politischer Aufstieg wie aus dem Bilderbuch

Eine alte Karte von Westfalen, Deutschland, mit den Provinzen des Königreichs England und Wales deutlich sichtbar, auf Papier gedruckt mit detaillierten Texten über die Region.

Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein politischer Aufstieg wie aus dem Bilderbuch

Verena Schäffer ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen übernimmt das Amt von Josefine Paul, die Anfang dieser Woche zurückgetreten war. Schäffers rasanter Aufstieg in der Politik begann bereits mit ihrem Eintritt in die Partei im Alter von nur 18 Jahren.

Ihre politische Karriere startete früh: Mit 19 Jahren wurde sie Vorstandsmitglied der Grünen Jugend in Nordrhein-Westfalen, und bereits mit 23 Jahren zog sie als jüngste Abgeordnete in den Landtag ein – als Vertreterin des Wahlkreises Ennepe-Ruhr-Kreis II. Vor ihrer jetzigen Berufung saß sie von 2009 bis 2014 im Stadtrat von Witten.

Im Laufe der Jahre stieg Schäffer innerhalb der Grünen weiter auf. Von Mai 2017 bis Oktober 2020 fungierte sie als parlamentarische Geschäftsführerin, bevor sie ab Oktober 2020 die Fraktion der Grünen im Landtag leitete. Für ihren Führungsstil und ihr moralisches Engagement erhielt sie Lob von der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur.

Bekannt ist Schäffer für ihr Engagement in den Bereichen Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Frauenrechte sowie den Kampf gegen Diskriminierung. Als Mutter von zwei Kindern setzte sie sich für bessere familienfreundliche Strukturen in der Politik ein – unter anderem half sie, im Landtag einen "Kinderraum" einzurichten. Ministerpräsident Hendrik Wüst hob ihre zentrale Rolle für den Erfolg der Koalitionsregierung hervor.

Ihre Ernennung folgt auf den Rücktritt von Josefine Paul am Dienstag, der nach anhaltenden Kommunikationsproblemen im Ministerium erfolgte.

Schäffer steht nun einem Ressort vor, das die Bereiche Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration umfasst. Ihr langjähriges politisches Wirken und ihr Fokus auf soziale Themen werden voraussichtlich ihre Amtsführung prägen. Die neue Ministerin trat ihr Amt am Mittwochmorgen offiziell an.