24 May 2026, 08:29

Vergessene Opera buffa von 1825 feiert atemberaubendes Comeback mit Cecilia Bartoli

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Vergessene Opera buffa von 1825 feiert atemberaubendes Comeback mit Cecilia Bartoli

Eine selten aufgeführte Opera buffa aus dem Jahr 1825 feiert mit einer funkelnden Neuinszenierung ein triumphales Comeback. Das Werk, ursprünglich zur Krönung von König Karl X. komponiert, spielt in einem prunkvollen Treffen europäischer Aristokraten im Hotel Goldene Lilie in der französischen Provinz. Das Publikum belohnte die mit Gesangskunst und Bühnenspektakel gespickte Aufführung mit stehenden Ovationen.

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Die Oper verlangt ihren 14 Sängern außergewöhnliche Ausdauer ab – jeder meistert nicht nur vokal, sondern auch physisch anspruchsvolle Höchstleistungen. Auf der Bühne knallen Pistolen, eine Harfe wird durch das Bühnenbild getragen, später verschlingen Flammen sie in einem dramatischen Finale. Das Ensemble bewegt sich mit akrobatischer Präzision, verbindet Komik und Virtuosität ohne auch nur einen Moment den Rhythmus zu verlieren.

Cecilia Bartoli entfesselt als die feurige Corinna eine Kaskade von Koloratur-Feuerwerken, die den Saal elektrisiert. Edgardo Rocha gleitet mit lyrischem Tenor in die Rolle des Belfiore, während Dmitry Korchak als Graf Libenskof atemberaubende Höhen erreicht. Marina Viotti verleiht der Gräfin Melibea Wärme und Eleganz, und Mélissa Petit funkelt als Gräfin di Folleville.

Tara Erraught stiehlt mit ihrem spielerischen Jodeln als Madame Cortese, der schlagfertigen Hotelwirtin, jede Szene. Gemeinsam verwandelt das Ensemble eine historische Rarität in ein lebendiges, energiegeladenes Spektakel.

Die Mischung aus vokalem Feuerwerk, slapstickhafter Komik und mutiger Regie hat das lange vergessene Werk wieder ins Rampenlicht gerückt. Von brennenden Harfen bis zu schwebenden Arien beweist die Aufführung, dass selbst eine 200 Jahre alte Oper frisch und mitreißend wirken kann. Die stehenden Ovationen waren ein Triumph für Ensemble und Kreative gleichermaßen.

Quelle