Verirrt im Schnee: Snowboarder aus Aachen nach dramatischer Suche gerettet
Georgine MansSnowboarder verliert sich nachts in den Bergen - gerettet - Verirrt im Schnee: Snowboarder aus Aachen nach dramatischer Suche gerettet
21-jähriger Snowboarder aus Aachen nach Irrfahrt in den Bergen bei Garmisch-Partenkirchen lebend gefunden
Ein 21-jähriger Snowboarder aus Aachen ist nach einer Irrfahrt in den Bergen nahe Garmisch-Partenkirchen unverletzt aufgefunden worden. Der Mann, dessen Handy-Akku fast leer war, hatte in einer alpinen Schutzhütte Zuflucht gesucht, während eine großangelegte Rettungsaktion in mehreren Tälern lief. Über 200 Einsatzkräfte suchten nach ihm.
Der Vorfall begann, als der Snowboarder einen falschen Weg einschlug und die Orientierung verlor. Mit dem letzten Rest Akku schickte er seinen Standort an einen Freund, der um 20:40 Uhr die Rettungskräfte alarmierte. Als die Dunkelheit einbrach, folgte der Mann dem Licht einer Wanderlampe zu einer unbeaufsichtigten Berghütte.
Die Rettungsaktion wurde in großem Stil gestartet: Bergrettungsdienste, alpine Einsatzteams, Polizei, Feuerwehr und Hubschrauber waren im Einsatz. Beteiligt waren die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, das THW, ADAC- und Bundespolizei-Rettungshubschrauber sowie das Internationale Rettungszentrum (IRC), das die Koordination übernahm.
Kurz vor Mitternacht entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Mann in der Nähe der Hütte. Er litt an leichter Unterkühlung, war aber ansonsten unverletzt. Nach einer ärztlichen Untersuchung im Krankenhaus konnte er noch in derselben Nacht entlassen werden.
Der Snowboarder entschuldigte sich bei den Einsatzkräften für den großen Aufwand, den seine Rettung verursacht hatte. An der Suche waren mehr als 200 Helfer aus verschiedenen Organisationen beteiligt – ein Beispiel für die Gefahren von Wintersport in abgelegenen Alpenregionen. Die Behörden bestätigten, dass niemand schwer verletzt wurde.