25 December 2025, 03:24

Verkehrsausschuss beschließt Kompromisse für Schulen, Radwege und Nahverkehr in der Region

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einer Straße mit Autos rechts, kleinen Pflanzen in der Mitte, Bäumen links und Gebäuden weiter rechts.

Verkehrsausschuss beschließt Kompromisse für Schulen, Radwege und Nahverkehr in der Region

Verkehrsausschuss diskutiert zentrale Infrastruktur- und Mobilitätsfragen

Der Verkehrsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung zentrale Themen zu Infrastruktur und Mobilität in der Region behandelt. Beschlüsse wurden zu mehreren umstrittenen Punkten gefasst, darunter Straßenumgestaltungen, Anpassungen im Öffentlichen Nahverkehr sowie Fahrradrouten für Schulen.

Ein Schwerpunkt lag auf der Abwägung zwischen Verkehrsfluss und Sicherheitsverbesserungen. Zudem wurden langjährige Probleme wie Bauverzögerungen und Serviceeinschränkungen angegangen.

Eine seit Langem diskutierte Frage – die Bäume vor dem Rathaus – fand schließlich eine Lösung. Statt sie zu fällen, wurde die Verwaltung angewiesen, alternative Pflanzstandorte zu prüfen. Dieser Kompromiss folgte ausführlichen Beratungen über den Erhalt von Grünflächen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Infrastrukturbedürfnisse.

Der Ausschuss billigte zudem ein neues verkehrsberuhigtes Konzept für die Ferdinand-Stucker-Straße. Die Planung sieht eine „Shared-Space“-Gestaltung bis zum Bahnübergang vor, die Fußgänger- und Radverkehrssicherheit priorisiert. Eine vollständige Schließung des Übergangs bleibt jedoch als mögliche Option für die Zukunft in der Diskussion. Auch der Öffentliche Nahverkehr stand im Fokus: Der Ausschuss betonte die Notwendigkeit, während der anstehenden Sperrung der S11 alle möglichen Ersatzbusverbindungen zu prüfen. Zudem wurden Vorschläge für bessere Anbindungen an die KVB-Haltestelle Thielenbruch sowie eine neue Direktbuslinie vom Bahnhof Bergisch Gladbach zum Kölner Hauptbahnhof eingebracht.

Die Radverkehrsinfrastruktur erhielt besondere Aufmerksamkeit. Die Verwaltung wurde beauftragt, gesonderte Routen für die NCG- und Kleefeld-Schulen umzusetzen – unter der Maßgabe, Überschneidungen mit bestehenden Wegen zu vermeiden. Die Grünen begrüßten Pläne für eine „Schulstraße“ an der Hand-Grundschule als wichtigen Schritt für die Kindersicherheit.

Kritik gab es an der unkoordinierten Verteilung von Baustellen, die zu erheblichen Behinderungen geführt hat. Die Verwaltung räumte Personalknappheit als Hauptgrund ein, versprach aber Besserung, sobald die Rekrutierungsprobleme überwunden seien. Die Sanierung des maroden Pflasters in der Buchmühlenstraße wurde thematisiert, eine Entscheidung jedoch auf die nächste Sitzung vertagt.

In Rheinland-Pfalz warf die CDU der Ampel-Koalition vor, den Ausbau von Radwegen – insbesondere für Pendlerstrecken – nur zögerlich voranzutreiben. Eine konkrete Position zum lokalen Projekt „Radwege für Schulen“ ließ sich aus den verfügbaren Quellen jedoch nicht entnehmen.

Die Sitzung brachte in mehreren Bereichen greifbare Fortschritte: Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Schulradwege und Nahverkehrsverbesserungen haben nun klarere Zeitpläne. Einige Punkte – wie die Pflastersanierung in der Buchmühlenstraße oder die langfristige Planung des Bahnübergangs – erfordern jedoch weitere Beratungen.

Als nächste Schritte plant die Verwaltung die Prüfung alternativer Baumstandorte, die Ausarbeitung von Ersatzbuskonzepten sowie Maßnahmen zur Behebung des Personalmangels, um Bauverzögerungen zu reduzieren.