08 January 2026, 07:01

Voigt warnt: Ausfälle kritischer Infrastruktur gefährden Städte und Gemeinden

Eine Szene mit Gartenhütten, Transformatoren, Strommasten, Stromkabeln, Zäunen, einer Straßenlaterne und Wolken am Himmel.

Voigt warnt: Ausfälle kritischer Infrastruktur gefährden Städte und Gemeinden

Carsten Voigt, Fraktionschef der CDU im Landtag, hat gewarnt, dass Ausfälle bei essenziellen Dienstleistungen lokale Gemeinden schwer beeinträchtigen könnten. Den Schutz kritischer Infrastruktur bezeichnete er als eine Überlebensfrage für Städte und Gemeinden in ganz Deutschland. Seine Äußerungen folgen auf jüngste Vorfälle, die Schwachstellen in den Bereichen Energie, Verkehr und Kommunikation offenbarten.

Voigt verwies auf den Brand unter der Wupperbrücke in Burg als eindringliches Beispiel dafür, wie schnell Bürger von Strom und Telekommunikation abgeschnitten werden können. Zudem nannte er den Angriff auf das Berliner Stromnetz, durch den 45.000 Haushalte ohne Elektrizität, Heizung und Licht auskommen mussten. Diese Ereignisse zeigten, so Voigt, wie leicht lebenswichtige Systeme lahmgelegt werden könnten.

Der CDU-Politiker betonte, dass der Aufbau von Widerstandsfähigkeit und der Schutz der Infrastruktur eine gemeinsame Aufgabe seien. Er forderte abgestimmte Maßnahmen auf allen staatlichen Ebenen, um Bedrohungen zu begegnen – darunter auch linksextremistische Anschläge auf hochsensible Ziele mit minimalem Risiko für die Täter. Voigt dankte zudem den Winterdiensten und Busfahrern für ihren Einsatz, um den Verkehr trotz extremer Wetterbedingungen aufrechtzuerhalten.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hatte bereits zuvor davor gewarnt, dass öffentlich zugängliche Informationen über Stromleitungen und Kabelverzweigungen potenziellen Angreifern in die Hände spielen könnten. Zwar wurden umfassendere Schritte diskutiert – etwa die Stärkung von Polizei, Katastrophenschutz und Cyberabwehr –, konkrete Pläne zum Schutz der Infrastruktur bleiben jedoch vage.

Voigts Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörden unter wachsendem Druck stehen, lebenswichtige Dienstleistungen sowohl vor gezielten Angriffen als auch vor technischen Pannen abzusichern. Der jüngste Stromausfall in Berlin und der Brückenbrand in Burg haben die Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen verstärkt. Nun steht die Politik vor der Herausforderung, konkrete Lösungen umzusetzen, um künftige Störungen zu verhindern.