21 January 2026, 21:49

Von Haftstrafen bis Betrug: Die dunklen Juristen-Geschichten der Dschungelcamp-Stars

Eine Gruppe von Musikern, die auf der Bühne mit Gitarren und Trommeln spielen, Mikrofone und Ständer sowie ein Banner im Hintergrund und Text am unteren Rand mit der Aufschrift "The Wanted - Live at the O2 Academy, London".

Gerichtliche Akten der Dschungelcamp-Bewohner - Von Haftstrafen bis Betrug: Die dunklen Juristen-Geschichten der Dschungelcamp-Stars

Ehemalige Kandidaten von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! hatten in den vergangenen Jahren wiederholt mit juristischen Problemen zu kämpfen. Gerichtsurteile, Verurteilungen und Einreiseverweigerungen zeugen von einem Muster an Kontroversen abseits der Kamera, an denen Teilnehmer verschiedener Staffeln beteiligt waren.

Mehrere prominente Fälle sorgten für Schlagzeilen – von Betrug und falschen Anschuldigungen bis hin zu früheren Gewaltverbrechen und anhaltenden Rechtsstreitigkeiten.

Eine der frühesten Affären betraf Ingrid van Bergen, die Siegerin der Staffel 2009. Sie hatte zuvor fünf Jahre Haft wegen Totschlags verbüßt, nachdem sie 1977 verurteilt worden war. In derselben Staffel geriet ihr Mitkandidat Günther Kaufmann in Verbindung mit einem Fall von versuchter schwerer Erpressung mit Todesfolge aus dem Jahr 2002. Zwar wurde er zunächst schuldig gesprochen, später jedoch freigesprochen, als die wahren Täter ermittelt wurden.

2014 gewann Melanie Müller den Titel „Dschungelkönigin“. Jahre später bestätigte ein Leipziger Gericht eine Geldstrafe gegen sie wegen des Zeigens von Symbolen verfassungsfeindlicher Organisationen. Gina-Lisa Lohfink, Teilnehmerin der Staffel 2017, sah sich hingegen mit der Bestätigung ihrer Verurteilung wegen falscher Vergewaltigungsvorwürfe durch das Berliner Kammergericht konfrontiert.

Auch in jüngeren Staffeln gab es rechtliche Verwicklungen. Martin Semmelrogge, der 2023 dabei war, wurde die Einreise nach Australien verweigert – begründet mit einem umfangreichen Strafregister, das Verkehrsdelikte, Urkundenfälschung, Drogenbesitz und Diebstahl umfasste. Gil Ofarim, Teilnehmer der Staffel 2024, gab öffentlich zu, in einem Gerichtsverfahren über einen angeblichen antisemitischen Vorfall gelogen zu haben.

Die Staffel 2025 brachte weitere juristische Auseinandersetzungen mit sich. Siegerin Lilly Becker verlor einen Prozess in München, nachdem ein Gericht entschied, dass von ihr als Geschenke deklarierte Zahlungen tatsächlich Darlehen waren. Im selben Jahr wurde ihr Mitkandidat Eike Immel zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt – wegen 107 Fällen von Betrug.

Auch außerhalb der deutschen Version sorgte die britische Ausgabe 2009 für Aufmerksamkeit, als der ehemalige Boxer Mike Tyson teilnahm. Dieser hatte in den USA bereits eine Haftstrafe wegen einer Verurteilung wegen Vergewaltigung aus dem Jahr 1992 verbüßt.

Die juristischen Vorgeschichten der Kandidaten umfassen Jahrzehnte und mehrere Länder. Gerichte verhängten Geldstrafen, bestätigten Verurteilungen und sprachen Haftstrafen aus – in Fällen von Betrug, falschen Aussagen und früheren Gewaltverbrechen. Die Teilnehmer der Show sehen sich noch lange nach ihrem Dschungelabenteuer mit den rechtlichen Konsequenzen konfrontiert.