Vonovia wächst 2025 kräftig – doch Mieter protestieren gegen steigende Mieten und Wohnungsverkäufe
Georgine MansVonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 kräftig – doch Mieter protestieren gegen steigende Mieten und Wohnungsverkäufe
Deutschlands größter Vermieter Vonovia verzeichnet starkes Wachstum im Jahr 2025 – doch Mieter protestieren gegen steigende Kosten
Der Immobilienkonzern Vonovia, Deutschlands größter Wohnungsvermieter, hat für das Jahr 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum gemeldet. Die Erträge des Unternehmens stiegen deutlich, angetrieben durch höhere Mieten, Immobilienverkäufe und Zusatzdienstleistungen. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen mit Kritik von Mietervereinen konfrontiert, die die steigenden Kosten sowie Pläne zum Verkauf Tausender Wohnungen zur Schuldenreduzierung anprangern.
Ende 2025 verfügte Vonovia über rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Der Wert des Immobilienportfolios wurde auf 84,4 Milliarden Euro beziffert. Im Laufe des Jahres errichtete das Unternehmen in Deutschland 12.500 neue Wohnungen, dazu kamen 1.200 in Schweden und 800 in Österreich. Zudem kündigte Vonovia den Bau von weiteren 4.200 Wohnungen kurzfristig sowie langfristig über 65.000 Wohnungen auf eigenen Grundstücken an.
Die Mieten stiegen 2025 kontinuierlich an: Die durchschnittlichen monatlichen Kosten lagen bei 8,38 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 4,6 % gegenüber 2024. Allein in Deutschland zahlten Mieter im Schnitt 8,19 Euro pro Quadratmeter, fast 4 % mehr als im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) wuchs um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn legte um 5,3 % zu und erreichte 1,54 Milliarden Euro.
Um die Schuldenlast zu verringern, verkaufte Vonovia 2025 insgesamt 2.333 Wohnungen und plant, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern. Zudem könnte das Unternehmen nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte abstoßen, darunter Seniorenheime und Minderheitsbeteiligungen. Trotz der Verkäufe erhalten die Aktionäre eine um drei Cent erhöhte Dividende von 1,25 Euro pro Aktie.
Der Deutsche Mieterbund wirft dem Konzern vor, "drastische Mietsteigerungen" durchzusetzen und fragwürdige "Aufwertungen der Ausstattung" als Rechtfertigung für höhere Kosten zu nutzen.
Vonovias Strategie zielt darauf ab, den Wohnungsbestand auszubauen und gleichzeitig durch Verkäufe die Schulden zu reduzieren. Die finanziellen Ergebnisse zeigen zwar steigende Gewinne, doch Mietervereinigungen stellen die Mietpolitik des Unternehmens weiterhin infrage. Mit Plänen für Tausende neuer Wohnungen bleibt Vonovia eine prägende Kraft auf dem europäischen Mietmarkt.






