28 January 2026, 21:16

Watzke bricht sein Schweigen: Emotionale Worte zu Missbrauchsvorwürfen bei Borussia Dortmund

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines verzweifelten Mannes mit ausgestreckten Armen und gequältem Gesichtsausdruck, umgeben von einer Gruppe von Menschen, die entsetzt und ehrfürchtig nach oben schauen, mit Text unten.

Watzke zu Vorwürfen von Missbrauch beim BVB: "Das gruselt einen" - Watzke bricht sein Schweigen: Emotionale Worte zu Missbrauchsvorwürfen bei Borussia Dortmund

Borussia Dortmunds langjähriger Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich in einer emotionalen Rede zu Missbrauchsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Verein geäußert. Die Enthüllungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem er sein Amt als Geschäftsführer niederlegt und sich auf die Übernahme des Präsidentenpostens im eingetragenen Verein vorbereitet.

Watzke sprach offen über die Auswirkungen der Vorwürfe und zeigte tiefes Mitgefühl für die Betroffenen. Er räumte ein, dass die Situation ihn persönlich belaste, und gelobte, Konsequenzen zu ziehen, sollten institutionelle Versäumnisse aufgedeckt werden.

Die Vorwürfe waren bereits vor Jahren erstmals bekannt geworden. Damals hatte Watzke die Kritik zunächst zurückgewiesen und die Angelegenheit an den damaligen Präsidenten Reinhard Rauball verwiesen. Rauball teilte Watzke später mit, dass der Fall geklärt sei, und die betreffende Person wurde vor ihrer Einstellung als Mitarbeiter 2012 erneut in den Ältestenrat des Vereins gewählt. Mittlerweile arbeitet diese Person nicht mehr für Borussia Dortmund.

Um die Vorwürfe umfassend zu prüfen, hat der Verein nun zwei unabhängige Kanzleien mit einer vollständigen Untersuchung beauftragt. Watzke betonte, dass Borussia Dortmund im Falle von Fehlverhalten oder systemischen Mängeln Maßnahmen ergreifen werde, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.

Die Untersuchung soll klären, ob der Verein die Vorwürfe falsch gehandhabt hat. Watzkes Wechsel in das Präsidentenamt folgt auf seinen Rücktritt als Geschäftsführer und markiert einen Führungswechsel. Die Ergebnisse der juristischen Prüfung dürften die nächsten Schritte Borussia Dortmunds maßgeblich beeinflussen.