Weiße Markierungen senken Motorradunfälle in Kurven um bis zu 42 Prozent
Gordon AdlerWeiße Markierungen senken Motorradunfälle in Kurven um bis zu 42 Prozent
Weiße elliptische Straßenmarkierungen helfen, Motorradunfälle in gefährlichen Kurven zu reduzieren. Ein dreijähriger Test in Deutschland zeigte, dass es auf einer Strecke mit diesen Markierungen keine schweren Unfälle gab. Nun weiten Behörden das Projekt aus, nachdem in Österreich an besonders riskanten Stellen ein Rückgang der Verletzungsunfälle um 42 Prozent verzeichnet wurde.
Die Markierungen wirken, indem sie Motorradfahrer sicherer durch Kurven leiten. Sie fördern eine geringere Geschwindigkeit in der Kurvenlage und helfen, die richtige Linie zu halten. Die Ergebnisse aus Österreich belegen ihre Wirksamkeit: An acht gefährlichen Abschnitten gingen die Verletzungsunfälle um fast die Hälfte zurück.
Der Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen hat nun angekündigt, die Markierungen auf zwei weiteren Strecken einzuführen. Das neue Vorhaben wird von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleitet. Forscher setzen dabei auf Wärmebildkameras und KI, um zu analysieren, wie stark die Markierungen die Sicherheit verbessern.
Trotz der Erfolgsbilanz gibt es jedoch keine zentralen Aufzeichnungen darüber, wie viele deutsche Straßen bereits mit den elliptischen Markierungen ausgestattet sind. Die Behörden erfassen oder veröffentlichen die Daten nicht systematisch, sodass das genaue Ausmaß ihrer Verbreitung unklar bleibt.
Die Ausweitung des Projekts folgt klaren Belegen für die Unfallreduzierung. Da auf der Teststrecke keine schweren Unfälle registriert wurden, hoffen die Verantwortlichen, dass die neuen Markierungen ähnlichen Schutz bieten. Die wissenschaftliche Begleitung soll zusätzliche Daten zu ihrer Wirkung unter realen Bedingungen liefern.






