Weißstörche in NRW feiern Rekordjahr mit über 1.000 Brutpaaren

Dragan Zimmer
Dragan Zimmer
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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Storchs, der über ein Nest fliegt und seine Flügel ausbreitet, das Nest befindet sich auf der rechten Seite und es gibt Text unten.Dragan Zimmer

Angepasster Storch - Die Neue Welt der Weißstörche - Weißstörche in NRW feiern Rekordjahr mit über 1.000 Brutpaaren

Weißstörche in Nordrhein-Westfalen gedeihen wie nie zuvor

Die neuesten Zahlen zeigen einen Rekord: 1.027 Brutpaare und 1.540 flügge gewordene Jungvögel wurden 2025 in NRW gezählt – eine spektakuläre Erholung im Vergleich zu nur drei Paaren im Jahr 1991. Zudem kehren die Störche immer früher im Jahr zurück; bereits jetzt gibt es in der gesamten Region Sichtungen.

Der Wiederaufstieg der Störche begann in den 1980er-Jahren nach gezielten Wiederansiedlungsprojekten. Damals brüteten nur wenige Paare in Deutschland, vor allem in ostdeutschen Bundesländern wie Sachsen und Niedersachsen. Bis 2023 stieg die Zahl bundesweit auf über 3.000 Tiere an, mit Schwerpunkten in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Schutzprogramme, verbesserte Lebensräume und Zuwanderung aus Westeuropa trieben dieses Wachstum voran.

In NRW haben sich inzwischen große Kolonien etabliert, besonders im Kreis Minden-Lübbecke. Allein in Petershagen brüteten 2025 190 Paare. Weitere wichtige Gebiete sind der Kreis Wesel und die Lippe-Auen, wo die Vögel ideale Brut- und Nahrungsgründe vorfinden.

In diesem Jahr wurden die ersten Störche bereits im frühen Frühjahr in ganz NRW gesichtet – von der Region Aachen bis zur Bislicher Insel und den Klärfeldern in Münster. Auch ihre Ernährung hat sich angepasst: Statt nur Fröschen fressen sie nun vermehrt Regenwürmer, Engerlinge und Feldmäuse. Zudem begünstigt eine Veränderung der Zugrouten den Bestand, da immer mehr Vögel den kürzeren und sichereren westlichen Weg wählen.

Doch bleiben Herausforderungen. Die Vogelgrippe hat die Störche in Spanien hart getroffen, doch die genauen Folgen zeigen sich erst bei ihrer Rückkehr. Der Klimawandel bringt ambivalente Effekte: Mildere Winter erhöhen die Überlebenschancen, doch anhaltende Sommertrockenheit gefährdet Nahrungsangebot und Brutplätze.

Die Rückkehr des Weißstorchs in NRW zählt zu den erfolgreichsten Artenschutzgeschichten der Region. Mit Rekord-Brutzahlen und ausgedehnten Lebensräumen sieht die Zukunft vielversprechend aus. Dennoch bleiben Krankheiten und Klimaschwankungen Risikofaktoren – eine kontinuierliche Beobachtung wird entscheidend sein, um diesen Erfolg zu sichern.

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