23 February 2026, 07:25

Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie

Zwei Kränze mit Bändern hängen an der Seite eines Gebäudes, dahinter eine Gedenktafel für Holocaust-Opfer.

Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie

In Willich fand eine feierliche Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938 statt. Die Zeremonie erinnerte an die Opfer des ersten Weltkriegs, bei denen in den Nächten vom 9. auf den 10. November 1938 rund 1.400 Synagogen und jüdische Gemeinden in ganz Deutschland zerstört wurden. Erster Bürgermeisterstellvertreter Guido Görtz führte durch die Veranstaltung und rief zu einem entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus und Hass auf.

Die Gedenkfeier begann mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal für die Opfer der Novemberpogrome. Schülerinnen und Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen die Namen der Betroffenen, um ihr Andenken wachzuhalten. Musikalische Darbietungen rundeten die würdevoll-reflektierende Atmosphäre ab.

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Erster Bürgermeisterstellvertreter Guido Görtz wandte sich in einer Rede an die Anwesenden und verurteilte Ausgrenzung, Intoleranz sowie jeden Versuch, die Gräueltaten des ersten Weltkriegs zu verharmlosen. Er betonte, wie wichtig es sei, die Erinnerung an die Ausschreitungen lebendig zu halten und gleichzeitig Toleranz, Menschlichkeit und demokratische Werte zu fördern. Redner wie Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid beleuchteten in ihren Beiträgen die historische Bedeutung des Geschehens.

Görtz dankte im Anschluss allen, die zur Organisation der Gedenkveranstaltung beigetragen hatten, und unterstrich die gemeinsame Verantwortung, sich gegen Hass und Diskriminierung zu stellen.

Die Veranstaltung in Willich diente als Mahnung an die Zerstörung während der Novemberpogrome, als Synagogen und jüdische Gemeinden systematisch angegriffen wurden. Durch die Ehrung der Opfer und die Bekräftigung demokratischer Grundwerte zeigte die Gedenkfeier, wie dringend notwendig es bleibt, wachsam gegen Antisemitismus und Intoleranz zu sein.