Wuppertals Polizei kämpft in verfallenen Gebäuden gegen Schimmel und Wasserschäden
Gordon AdlerWuppertals Polizei kämpft in verfallenen Gebäuden gegen Schimmel und Wasserschäden
Polizeistandort in Wuppertal verkommt in desolatem Zustand
Ein wichtiger Polizeistandort in Wuppertal ist schwer sanierungsbedürftig: Wasserschäden, Schimmelbefall und Schädlingsplagen setzen den Gebäuden stark zu. Trotz dringender Reparaturen arbeiten Beamte unter sich verschlechternden Bedingungen weiter, während die Verantwortlichen über die Zukunft des Objekts streiten.
Das Gelände an der Müngstener Straße gehört dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) und kostet die Polizei derzeit rund vier Millionen Euro Miete pro Jahr. Nach einer Komplettsanierung würde sich die Jahresmiete jedoch auf 30 Millionen Euro verachtfachen – ein Betrag, den weder der Wuppertaler Polizepräsident Markus Röhrl noch Innenminister Herbert Reul (CDU) akzeptieren wollen.
Zwar hat Reul zusätzliche Mittel in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die Polizeiinfrastruktur gesichert, doch stehen diese erst ab 2030 zur Verfügung. Derweil könnte der Finanzminister 450 Millionen Euro aufnehmen – ein Schritt, den der Bund der Steuerzahler als „versteckte Schuldenpolitik“ kritisiert. Reul pocht zwar auf den Erhalt des Standorts, doch eine Lösung für die explodierenden Kosten ist nicht in Sicht.
Der Standort in Wuppertal ist von zentraler Bedeutung, da hier unter anderem die Taucherstaffel, die Diensthundeführer und Spezialeinsatzkräfte stationiert sind. Provisorische Maßnahmen haben die Missstände kaum gelindert, sodass die Mitarbeiter mit dem fortschreitenden Verfall klarkommen müssen.
Ohne klare Finanzierungsperspektive bleibt die Zukunft der Wuppertaler Polizei an diesem Standort ungewiss. Die verzögerten Investitionsgelder und die umstrittenen Mietsteigerungen werfen Fragen nach der langfristigen Tragfähigkeit der Einrichtung auf. Bis auf Weiteres müssen die Beamten in den maroden Gebäuden ihren Dienst verrichten.






