Wupperverband: Effektive Trockenperiodenbewältigung und Baubeginn für neue Klärschlammverbrennungsanlage
Georgine MansWupperverband: Effektive Trockenperiodenbewältigung und Baubeginn für neue Klärschlammverbrennungsanlage
Der Wupperverband feierte 2025 sein 95-jähriges Bestehen mit einem Jahr voller Meilensteine. Die Organisation baute ihr Hochwassermonitoringsystem aus, bewältigte eine schwere Frühjahrsdürre und trieb wichtige Infrastrukturprojekte voran. Mit über 40 öffentlichen Veranstaltungen – von geführten Exkursionen bis hin zu Bildungsworkshops – wurde das Jubiläum gebührend begangen.
Neben dem Jubiläum verfolgte der Verband langfristige Pläne: Dazu zählen eine neue Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen sowie eine Abwasserbehandlungsanlage in Leverkusen. Auch digitale Aufrüstungen und Maßnahmen zur Renaturierung der Wupper standen auf der Agenda.
Frühjahrsdürre erfolgreich bewältigt Anfang 2025 kämpfte der Wupperverband gegen eine extreme Frühjahrstrockenheit an und sparte dabei 9,2 Millionen Kubikmeter Wasser ein. Dadurch konnten Sauerstoffmangel und Fischsterben in der Wupper- und Bever-Talsperre verhindert werden. Die Aktion zeigte, wie ein verbessertes Wassermanagement lokale Ökosysteme in Extremsituationen schützen kann.
Hochwasserschutz gestärkt 2025 wurde das Netzwerk an Messinstrumenten weiter ausgebaut: 21 neue Sensoren und ein Pegelmessgerät in Leichlingen kamen hinzu, sodass nun insgesamt 60 Pegel und fast 100 Sensoren Echtzeitdaten in das Bergische Hochwasserinformationssystem 4.0 einspeisen. Dies ermöglicht präzisere lokale Hochwasservorhersagen. Auch die Renaturierungsprojekte an Wipper und Murbach machten Fortschritte: Die Maßnahmen verbesserten 2025 nicht nur die Fischwanderwege, sondern stärkten zugleich den Hochwasserschutz.
Gleichzeitig modernisierte der Verband seine internen Systeme durch die Umstellung auf SAP S/4HANA – ein weiterer Schritt hin zu mehr digitaler Effizienz.
Zwei Großprojekte in der Pipeline Für die Zukunft laufen zwei zentrale Infrastrukturvorhaben: Die Klärschlammverbrennungsanlage in Wuppertal-Buchenhofen soll bis Ende 2028 schrittweise in Betrieb gehen. Zudem sind die Planungen für eine neue Abwasserbehandlungsanlage in Leverkusen abgeschlossen, deren Fertigstellung für 2032 vorgesehen ist. Unterstützt werden diese Projekte von den zehn kommunalen Partnern des Verbandes, darunter Wuppertal, Remscheid, Solingen und sieben weitere Städte der Region.
Anpassungen bei den Gebühren Ab 2026 sind moderate Änderungen bei den Beitragssätzen in Bereichen wie Abwasserentsorgung und Gewässerunterhaltung geplant.
Fazit: Erfolgreiche Bilanz und Zukunftsausblick Das 95. Jahr des Wupperverbandes brachte sowohl konkrete Erfolge als auch wegweisende Planungen. Durch den Ausbau der Überwachungssysteme, das Dürremanagement und die Flussrenaturierung wurden die lokalen Wassersysteme bereits nachhaltig gestärkt. Mit neuen Anlagen und digitalen Werkzeugen rüstet sich der Verband für künftige Herausforderungen in den Bereichen Hochwasserschutz, Abwasserbehandlung und Umweltschutz.