24 February 2026, 20:50

Wüst fordert schärfere Asylregeln und schnellere Abschiebungen in Deutschland

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen, denen in den Vereinigten Staaten von 1990 bis 2016 Asyl gewährt wurde, zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Kontextinformationen bereitstellt.

Wüst fordert schärfere Asylregeln und schnellere Abschiebungen in Deutschland

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, fordert Reformen des deutschen Asylsystems. Er plädiert dafür, die Sozialleistungen für Asylbewerber an die niedrigeren EU-Standards anzupassen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Bedenken, dass abgelehnte Asylbewerber trotz Vorstrafen in Europa bleiben.

Wüst betonte zudem die Notwendigkeit, abgelehnte Asylbewerber und Straftäter schneller abzuschieben. Seine Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Bundesland ein Zahlkartensystem einführt, um Missbrauch von Sozialleistungen einzudämmen.

Als konkretes Beispiel nannte Wüst den Fall eines abgelehnten Asylbewerbers aus Bosnien mit mehreren Vorstrafen, der trotzdem mit acht Kindern in Deutschland lebt. Der Mann erhielt bereits 2003 eine Ablehnung, hält sich aber weiterhin in Europa auf. Dieser Fall zeige, so Wüst, die Schwächen des aktuellen Systems auf.

Er argumentierte, dass die Sozialleistungen für Asylsuchende in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Ländern zu großzügig seien. Eine Anpassung würde seiner Meinung nach Anreize für Missbrauch verringern, ohne diejenigen zu benachteiligen, die tatsächlich Schutz benötigen.

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Nordrhein-Westfalen hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Kontrollen zu verschärfen. Ein neues Zahlkartensystem ersetzt Bargeldzahlungen und soll so den Missbrauch von Sozialgeldern verhindern. Wüst unterstrich, dass abgelehnte oder straffällige Asylbewerber unverzüglich aus Europa abgeschoben werden müssten.

Die Zahlen unterstreichen das Ausmaß des Problems: 2022 waren rund 305.000 Menschen rechtlich verpflichtet, Europa zu verlassen – fast 60 Prozent davon waren abgelehnte Asylbewerber. Wüsts Reformvorschläge zielen darauf ab, Abschiebungen zu beschleunigen und die Unterstützung für Schutzberechtigte präziser zu gestalten.

Die geplanten Änderungen würden die deutsche Asylpolitik näher an die EU-Normen angleichen. Durch Zahlkarten und strengere Abschieberegeln sollen Sozialleistungsmissbrauch eingedämmt und abgelehnte Antragsteller zügiger aus Europa ausgewiesen werden. Sollten die Reformen umgesetzt werden, könnten sie die Art und Weise, wie Deutschland mit Asylanträgen und Sozialleistungen umgeht, grundlegend verändern.