Zoll beschlagnahmt über 500.000 Euro undeklariertes Bargeld am Flughafen Dortmund
Dragan ZimmerZoll beschlagnahmt über 500.000 Euro undeklariertes Bargeld am Flughafen Dortmund
Zollbeamte am Flughafen Dortmund beschlagnahmen über eine halbe Million Euro undeklariertes Bargeld bei Dreitage-Aktion im September
Bei einer dreitägigen Kontrollaktion im September entdeckten Zollbeamte am Flughafen Dortmund mehr als eine halbe Million Euro an nicht deklariertem Bargeld. Die Inspektionen konzentrierten sich auf Reisende und deren Gepäck und führten zu mehreren Beschlagnahmungen sowie Ermittlungsverfahren. Die Behörden erinnerten die Öffentlichkeit an die strengen Vorschriften beim Mitführen großer Bargeldbeträge über Grenzen hinweg.
Zwischen dem 12. und 14. September überprüfte die Reisekontrollstelle am Dortmunder Flughafen 1.892 Passagiere und 675 Gepäckstücke. An der Aktion waren zusätzlich Kräfte anderer Zollstellen sowie der Landesbehörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität beteiligt.
Insgesamt fanden die Beamten 532.022 Euro in bar vor. In fünf Fällen wurden sofort 46.700 Euro beschlagnahmt. Weitere 15 Reisende hatten Beträge von über 10.000 Euro nicht angegeben – eine gesetzliche Pflicht beim Ein- oder Ausreisen aus Deutschland.
Zwei Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, nachdem der Verdacht auf versuchte indirekte Bargeldausfuhren nach Russland aufkam. In diesen Fällen wurden 17.200 Euro als Beweismittel sichergestellt. Zudem erteilten die Behörden sechs Verwarnungen und neun Bußgeldbescheide wegen nicht deklarierter Gelder.
Das Zollamt betonte, dass der Nachweis über Herkunft, Eigentümer und Verwendungszweck des Bargelds helfen kann, den Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zu entkräften. Reisende sind verpflichtet, Beträge ab 10.000 Euro – mündlich oder schriftlich – zu deklarieren, um den Vorschriften zu entsprechen.
Andrea Münch, Pressesprecherin des Hauptzollamts Dortmund, steht für weitere Anfragen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.
Die Aktion unterstreicht die Bedeutung der Deklaration großer Bargeldsummen bei Grenzübertritten. Verstöße können zu Beschlagnahmungen, Geldstrafen oder sogar strafrechtlichen Ermittlungen führen. Die Behörden überwachen Finanzbewegungen weiterhin genau, um illegale Aktivitäten zu verhindern.






