Zoll deckt massive Arbeitsrechtsverstöße in Borkener Betrieben auf
Zollbeamte haben bei einer Reihe unangekündigter Kontrollen im Kreis Borken zahlreiche Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Neun Mitarbeiter des Hauptzollamts Münster überprüften fünf Restaurants und ein Taxiunternehmen – dabei kamen verschiedene Gesetzesverstöße ans Licht.
In dem ersten kontrollierten Betrieb arbeitete ein 68-jähriger Mitarbeiter ohne gültige Aufenthaltserlaubnis. In einem weiteren Restaurant stellten die Beamten einen undokumentierten Beschäftigten fest, zwei Mitarbeiter, die nicht sozialversicherungspflichtig gemeldet waren, sowie einen Arbeiter, der unter dem Mindestlohn bezahlt wurde.
In einem dritten Betrieb kamen weitere Verstöße zutage: Mehrere Angestellte waren nicht ordnungsgemäß sozialversichert, zwei andere konnten bei der Befragung keine Ausweispapiere vorlegen. Zudem leiteten die Beamten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen einen Mitarbeiter ein, der sich weigerte, mit den Zollfahndern zusammenzuarbeiten.
Goswin Brehe, Leiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), zeigte sich erschüttert über das Ausmaß der Verstöße. Er betonte, wie wichtig solche Kontrollen seien, um Arbeitsgesetze durchzusetzen und die Rechte der Beschäftigten zu schützen.
Die Razziaen offenbarten eine weitverbreitete Missachtung von Arbeitsvorschriften in mehreren Betrieben. Die Behörden haben nun Folgeverfahren eingeleitet, darunter Bußgelder und mögliche juristische Schritte gegen die Verantwortlichen.
