28 June 2026, 06:28

Zoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug M29C Weasel auf der A2 – Verdacht auf Steuerhinterziehung

HZA-BI: Weltkriegs-Kettenfahrzeug auf A2/Bielefeld-Maut stoppt Konvoi ohne Zollpapiere

Zoll stoppt seltenes Kriegsfahrzeug M29C Weasel auf der A2 – Verdacht auf Steuerhinterziehung

Zollbeamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt stoppten auf der Autobahn A2 einen kleinen Transporter mit Anhänger. Das Fahrzeug transportierte ein unpanzerte amphibisches Kettenfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg, bekannt als M29C Weasel. Wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der 38-jährige Fahrer brachte den M29C Weasel von Norwegen nach Frankreich, um ihn dort zu verkaufen. Er verfügte über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, hatte jedoch keine Zollpapiere für die Einfuhr des Fahrzeugs in die EU vorzuweisen.

Der geschätzte Wert des Weasel betrug 12.500 Norwegische Kronen. Waren aus Nicht-EU-Ländern können normalerweise bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei eingeführt werden. Wird dieser Freibetrag überschritten, fallen Einfuhrabgaben an, und die Ware muss bei der Einreise beim Zoll deklariert werden.

Der Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 700 Euro, um die erwarteten Einfuhrabgaben sowie eine mögliche Strafe abzudecken. Anschließend durfte er seine Fahrt fortsetzen.

Wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung laufen nun strafrechtliche Ermittlungen. Für weitere Anfragen steht das Hauptzollamt Bielefeld zur Verfügung. Der Fall unterstreicht die Pflicht zur ordnungsgemäßen Deklaration, sobald zollfreie Höchstgrenzen überschritten werden.

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