35 Jahre Kulturgeschichte: Duisburg feiert sein Stadtmuseum mit Blick auf Vergangenheit und Zukunft
Ignaz Kreusel35 Jahre Kulturgeschichte: Duisburg feiert sein Stadtmuseum mit Blick auf Vergangenheit und Zukunft
Kultur- und Stadtgeschichtliches Museum Duisburg feiert 35-jähriges Jubiläum am kommenden Sonntag, 22. März
Am diesigen Sonntag begeht das Kultur- und Stadtgeschichtliche Museum Duisburg sein 35-jähriges Bestehen – ein besonderer Anlass, der die lange Entwicklung des Hauses seit seiner Eröffnung im Jahr 1991 würdigt. Der Eintritt zur Jubiläumsfeier ist im regulären Ticketpreis inbegriffen: Erwachsene zahlen 4,50 Euro, Kinder und Ermäßigte 2 Euro.
Das Museum wurde am 22. März 1991 in einer umgenutzten Industriebacksteinfabrik am Duisburger Innenhafen eröffnet. Damals noch unter dem Namen Niederrheinisches Museum bekannt, war es das erste Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA). Die Umwandlung der leerstehenden Mühle dauerte nur zweieinhalb Jahre; später kam ein Neubau hinzu, der das Ensemble erweiterte.
Über 2.500 Besucher strömten zum Eröffnungswochenende, das mit Ausstellungen, Bildungsprogrammen und einem seltenen Einblick in die Restaurierungswerkstatt lockte. Der damalige Oberbürgermeister Josef Krings betonte die Bedeutung des Museums für die Identität Duisburgs als Hafenstadt und bezeichnete die Wasserlage als idealen Standort. Wolfgang Clement, der spätere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, lobte in seiner Eröffnungsrede den Ansatz einer "Kultur für alle".
Seit seiner Gründung hat das Museum sein Angebot stetig ausgebaut und präsentierte vielfältige Ausstellungen wie "Nester, Kobel, Höhlen – Raus aus dem Winterschlaf" oder "Cash! – Eine Geschichte des Geldes". Die Jubiläumsfeier am Sonntag beginnt um 12 Uhr mit einer Podiumsdiskussion: Museumsleiterin Dr. Susanne Sommer blickt gemeinsam mit dem ehemaligen Pressesprecher Werner Pöhling auf die Geschichte der Institution zurück.
Die Veranstaltung zeigt, wie sich das Museum von einer einzelnen sanierten Mühle zu einem zentralen kulturellen Ankerpunkt entwickelt hat. Mit wechselnden Ausstellungen und erweiterten Räumlichkeiten bleibt es ein lebendiger Ort für das städtische und kulturelle Erbe Duisburgs – und bietet Besuchern die Gelegenheit, Vergangenheit und Gegenwart unter einem Dach zu erleben.






