01 May 2026, 08:38

Alarmierende Nitratwerte in Brunnen: Jede sechste Probe überschreitet den Grenzwert

Ein Metallgießer auf einem grünen Feld mit Pflanzen, Bäumen, Strommasten, einem Schild, Fahrzeugen, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Alarmierende Nitratwerte in Brunnen: Jede sechste Probe überschreitet den Grenzwert

Hohe Nitratwerte in Privatbrunnen sorgen in Deutschland für Besorgnis

Eine aktuelle Studie zeigt, dass jede sechste Probe den gesetzlichen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschreitet. Nun setzen sich Fachleute für Agroforstwirtschaft als Lösung ein, um die Verschmutzung zu verringern und gleichzeitig die Produktivität der Ackerflächen zu erhalten.

Die VSR-Gewässerschutz-Gruppe untersucht seit Jahren Brunnenwasser von April bis September. Ihre jüngsten Ergebnisse sind alarmierend: In einem Brunnen in Hehn wurde ein Spitzenwert von 162 mg/l gemessen. Die EU-Nitratrichtlinie sieht einen strengen Höchstwert von 50 mg/l vor, um Kontaminationen zu verhindern.

Die 1980 gegründete VSR-Gewässerschutz setzt sich für sauberes Trinkwasser ein. Nun fordert die Organisation die Bundesregierung auf, Agroforstwirtschaft zu fördern – also das Anpflanzen von Bäumen zwischen Nutzpflanzen. Diese Methode, so die Argumentation, filtert überschüssiges Nitrat, bevor es ins Grundwasser gelangt.

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Ein Bündnis aus Landwirtschaftsberatern unterstützt den Vorschlag. Sie betonen, dass Agroforstwirtschaft die Nitratbelastung senken kann, ohne die Ernteerträge zu schmälern. Bäume auf Ackerflächen fördern zudem die Artenvielfalt und helfen im Kampf gegen den Klimawandel, indem sie CO₂ binden.

Der Aufruf zur Agroforstwirtschaft kommt zu einer Zeit, in der die Nitratbelastung weiterhin ein drängendes Problem bleibt. Würde das System flächendeckend eingeführt, könnte es die Wasserqualität verbessern, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu beeinträchtigen. Nun müssen Behörden und Landwirte die Kosten und Vorteile dieses Ansatzes abwägen.

Quelle