13 June 2026, 20:27

Bergisch Gladbach sichert Gewerbegebiet West mit neuem Vorkaufsrecht ab

Stadt Bergisch Gladbach sichert Zugang zum Isover-Gelände

Bergisch Gladbach sichert Gewerbegebiet West mit neuem Vorkaufsrecht ab

Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um die gewerbliche Entwicklung im Gewerbegebiet West zu sichern. Die Maßnahme würde der Stadt ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Gebiet einräumen, darunter auch das Gelände von Saint-Gobain Isover. Beamte bezeichnen dies als vorsorglichen Schritt, um das langfristige Wirtschaftswachstum zu schützen.

Die geplante Verordnung betrifft Flächen zwischen der Innenstadt und Gronau, einschließlich des 11 Hektar großen Isover-Geländes sowie Gebiete in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Die Zone grenzt an die S-Bahn-Linie S11 und eine geplante neue Brücke an, was sie für Verkehrsanbindungen und die Entwicklung der Innenstadt von zentraler Bedeutung macht.

Das Saint-Gobain-Isover-Gelände nimmt eine zentrale Position in Bergisch Gladbach ein und ist etwa halb so groß wie der Zanders-Komplex. Zwar hat das Unternehmen seine Belegschaft von 220 auf 60 Mitarbeiter reduziert, ein vollständiger Rückzug ist jedoch nicht zu erwarten. Laut Sprecher Michel Wenger investiert Saint-Gobain weiterhin in den Standort und habe keine Absicht, das Gelände zu verkaufen.

Die Stadt strebt an, den knappen gewerblichen Raum im Gewerbegebiet West zu erhalten. Die Sicherung des Gebiets würde helfen, Unternehmen anzuziehen, Arbeitsplätze zu schaffen und die wirtschaftliche Stabilität für die Zukunft zu stärken. Die Verordnung würde Bergisch Gladbach ein Vorkaufsrecht für wichtige Industrieflächen einräumen und es der Stadt ermöglichen, bei Eigentumswechseln einzugreifen. Die Maßnahme soll die Kontrolle über entscheidende Entwicklungsflächen für Wirtschaft und Beschäftigung bewahren.

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