20 February 2026, 15:59

Berlinale-Skandal: The Moment und die umstrittene Russland-Verbindung der Afterparty

Eine Gruppe von Menschen sitzt auf einer Bühne beim Östlichen Wirtschaftsforum in Moskau, mit Flaschen und anderen Gegenständen auf den Tischen, Bannern mit Text und Logos im Hintergrund und Deckenbeleuchtung.

Berlinale-Skandal: The Moment und die umstrittene Russland-Verbindung der Afterparty

Satirischer Mockumentary The Moment löst Kontroverse aus – Berlinale-Nachfeier mit mutmaßlichen Russland-Kontakten

Der neue satirische Mockumentary The Moment hat für Aufsehen gesorgt, nachdem seine Afterparty in Berlin mit einer Person in Verbindung gebracht wurde, der angebliche Verbindungen zur russischen Regierung nachgesagt werden. Unter der Regie von Aidan Zamiri feierte der Film seine Premiere auf der Berlinale und zählt unter anderem den Popstar Charli XCX zu den prominenten Mitwirkenden. Nach einer Drei-Sterne-Kritik des NME soll der Streifen am 20. Februar in die Kinos kommen.

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Die Nachfeier in Berlin wurde von der DJane und russischen Model Anastasia Schewzowa organisiert, der Tochter von Schanna Schewzowa. Diese leitet die Tradizija-Stiftung, eine von der russischen Regierung finanzierte Organisation, die seit 2023 daran arbeitet, die besetzten ukrainischen Gebiete – darunter Donezk, Luhansk und Mariupol – in Russlands kulturelles und bildungspolitisches System zu integrieren. Eines ihrer zentralen Projekte, das Weg zum Traum-Festival, erhielt dreimal Fördergelder aus Putins Präsidialfonds für kulturelle Initiativen. Bis Mai 2025 hatte die Stiftung bereits Filmvorführungen für rund 4.000 ukrainische Kinder unter Besatzung organisiert.

Charli XCX distanzierte sich umgehend von der Kontroverse und betonte, keine Kenntnis von den angeblichen Verbindungen gehabt zu haben. Sie bekräftigte ihre Ablehnung der russischen Regierungspolitik in der Ukraine und bekundete ihre Solidarität mit dem ukrainischen Volk. Auch Anastasia Schewzowa reagierte und wies jede politische Verstrickung zurück; die Vorwürfe bezeichnet sie als persönlich belastend.

Abseits des Films veröffentlichte Charli XCX kürzlich ein Begleitalbum zur Sturmhöhe-Adaption, auf dem auch eine Zusammenarbeit mit Sky Ferreira zu hören ist. Das Projekt erhielt vier Sterne vom NME und rundet damit ein ereignisreiches Jahr der Künstlerin in Musik und Film ab.

The Moment kommt am 20. Februar in die Kinos – mit kritischer Aufmerksamkeit und unerwartetem politischen Wirbel. Während die satirische Abrechnung mit der Musikbranche für Schlagzeilen sorgt, rücken auch die mutmaßlichen Russland-Verbindungen der Gastgeberin der Afterparty in den Fokus. Charli XCX' öffentliche Haltung zur Ukraine und ihre aktuellen Projekte bleiben derweil zentraler Bestandteil der Debatte.