18 June 2026, 14:23

Forscher entwickeln umweltfreundliches Pestizid aus Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Pestizide für die Landwirtschaft

Forscher entwickeln umweltfreundliches Pestizid aus Bakterien für nachhaltige Landwirtschaft

Ein Forschungsteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat ein Projekt gestartet, um ein umweltfreundliches Pestizid auf Basis von Bakterien zu entwickeln. Die unter der Leitung von Dr. St. Elmo Wilken stehende Initiative zielt darauf ab, einen nachhaltigen Bioprozess zur Herstellung von Pyrethrin-Verbindungen zu schaffen. Das Vorhaben ist Teil von Deutschlands Bestrebungen hin zu einer Kreislaufwirtschaft im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie.

Die Forschungsgruppe PyreComm wird in den nächsten fünf Jahren daran arbeiten, das Bakterium Vibrio natriegens so zu modifizieren, dass es Pyrethrine im großen Maßstab produzieren kann. Diese natürlichen Bio-Pestizide stammen ursprünglich aus der Dalmatinischen Insektenblume. Das Team plant, die Bakterien in Bioreaktoren zu züchten und dabei holzbasierte Rohstoffe einzusetzen, um die Landwirtschaft direkt mit der Pestizidherstellung zu verknüpfen.

Fortschrittliche Stoffwechselmodellierung und moderne Messtechniken sollen helfen, effiziente mikrobielle Gemeinschaften zu entwickeln. Das Projekt erhält etwa 2,7 Millionen Euro Förderung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Zudem wird es durch die Initiative „Kreative Nachwuchstalente für die Bioökonomie“ unterstützt, die die Zusammenarbeit zwischen jungen und erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fördert.

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Das PyreComm-Projekt steht im Einklang mit der EU-Farm-to-Fork-Strategie und birgt großes Potenzial für eine zügige regulatorische Zulassung. Sein Erfolg könnte zu einer nachhaltigeren und ressourcenschonenderen Landwirtschaft in Deutschland beitragen. Das Verfahren soll die Abhängigkeit von herkömmlichen chemischen Pestiziden verringern und gleichzeitig erneuerbare Rohstoffe nutzen.

Quelle