Blitzer auf Kölner A4 fängt 9.100 Raser in nur 23 Tagen ab
Neue Blitzeranlage auf Kölner Autobahn A4 registriert über 9.100 Verstöße in nur 23 Tagen
Eine kürzlich installierte Geschwindigkeitsmessanlage auf der Kölner Autobahn A4 hat in nur 23 Tagen mehr als 9.100 Verkehrsverstöße erfasst. Das System, das in der Nähe des Autobahnkreuzes Eifeltor in einer Baustelle aufgestellt wurde, überwacht eine Strecke mit verengten Fahrspuren und einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Nach Angaben der Behörden zeigt sich bereits jetzt, dass die Anlage wirksam den Verkehr in beide Richtungen kontrolliert.
Entwickelt und installiert wurde die Messanlage von der Firma Vetro Verkehrselektronik mit Sitz in Wismar. Anders als herkömmliche Systeme läuft sie mit einer integrierten Methanol-Brennstoffzelle und ist damit vollständig autark – unabhängig vom örtlichen Stromnetz. Die lasergestützte Technologie, die im März 2025 vom PTB zertifiziert wurde, kann mehrere Fahrspuren gleichzeitig überwachen und erfasst sowohl Geschwindigkeitsüberschreitungen als auch spurbezogene Verstöße.
Die Daten der ersten drei Wochen zeigen eine nahezu ausgeglichene Verteilung der Verstöße: In Richtung Aachen wurden 4.108 Vergehen registriert, während auf der Strecke Richtung Olpe – einschließlich der Ausfahrt Eifeltor – 5.050 Verstöße begangen wurden. Im Schnitt sind das fast 400 Vergehen pro Tag. Die Stadt Köln hat die Anlage mindestens bis Ende Februar 2027 geleast. Die Gesamtkosten für Miete, Wartung und Betrieb über 15 Monate belaufen sich auf schätzungsweise 245.000 Euro.
Die ersten Ergebnisse unterstreichen die Effizienz der Anlage bei der Durchsetzung der reduzierten Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Baustelle. Mit tausenden bereits erfassten Verstößen wird erwartet, dass das System ein zentrales Instrument zur Verkehrsüberwachung auf diesem Abschnitt der A4 bleibt. Der Leasingvertrag sichert seinen Betrieb für mehr als ein weiteres Jahr.