14 January 2026, 14:37

Bochumer Fan wegen manipulierter Signalrakete zu 900 Euro Strafe verurteilt

Eine Gruppe von M├Ąnnern, die auf einem Platz Handball spielen, mit einem Ball in der Mitte der Aktion und Zuschauern im Hintergrund bei der Futsal-Weltmeisterschaft 2019, die Bayern M├╝nchen gegen Paris Saint-Germain spielt.

OLG Hamm best├Ątigt Strafe f├╝r manipulierte Pyrotechnik - Bochumer Fan wegen manipulierter Signalrakete zu 900 Euro Strafe verurteilt

Ein 34-jähriger Anhänger des VfL Bochum ist zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden, weil er während eines Bundesliga-Spiels eine manipulierte Signalrakete gezündet hat. Der Vorfall ereignete sich am 5. Oktober 2024 im Vonovia Ruhrstadion, wo die Mannschaft gegen den FC Augsburg antrat.

Kevin B. aus Herne hatte die Rakete verändert, indem er den ursprünglichen 12 Zentimeter langen Griff auf nur noch 0,4 Zentimeter verkürzte. Nach deutschem Recht gilt das Gerät durch diese Modifikation als Sprengstoff und unterliegt damit strengeren Vorschriften.

Das Bochumer Amtsgericht verhängte zunächst die Strafe, die später vom Oberlandesgericht Hamm bestätigt wurde. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass der verkürzte Griff die Verletzungsgefahr erhöhe, da die Rakete nach dem Zünden schwerer zu kontrollieren sei. Der Fan hatte das Pyrotechnik-Utensil im Stadioninneren entzündet und damit gegen Vereinsregeln sowie die Ligabestimmungen über verbotene Gegenstände verstoßen. Die Behörden bestätigten, dass die veränderte Bauweise der Rakete maßgeblich für das Urteil war.

Das Urteil unterstreicht, dass das Verändern von Pyrotechnik rechtliche Konsequenzen nach dem Sprengstoffgesetz nach sich ziehen kann. Kevin B. muss nun die Strafe von 900 Euro zahlen – der Fall dient zugleich als Warnung an Fans, die Gefahren durch Manipulationen an Signalraketen nicht zu unterschätzen. Der VfL Bochum setzt weiterhin auf strenge Sicherheitsvorkehrungen im Stadion.