Cédric Brunner bricht sein Schweigen: Alkohol als Flucht aus dem Druck der 1. Bundesliga
Georgine MansCédric Brunner bricht sein Schweigen: Alkohol als Flucht aus dem Druck der 1. Bundesliga
Der ehemalige Schweizer Verteidiger Cédric Brunner hat sich über seine Kämpfe mit Alkohol während seiner Fußballkarriere geöffnet. In einem emotionalen Instagram-Beitrag gestand der 30-Jährige, exzessiv getrunken zu haben, um mit dem Druck des Profifußballs in der 1. Liga fertigzuwerden. Seine Offenheit kommt nach sechs Jahren im deutschen Fußball, in denen er für Arminia Bielefeld und den FC Schalke 04 spielte, bevor er Anfang 2025 seine Karriere beendete.
Brunner begann seine Zeit in Deutschland 2018 mit dem Wechsel zu Arminia Bielefeld. Vier Spielzeiten blieb er dem Verein treu und half dem Team 2020 beim Aufstieg in die Bundesliga. Doch seine Zeit dort war auch vom Abstieg geprägt – ein Schicksal, das ihn später beim FC Schalke 04 erneut einholte.
2022 wechselte er zu Schalke, wo er zwei Jahre unter Vertrag stand. Seine Zeit bei beiden Klubs war von Höhen und Tiefen geprägt: 86 Bundesliga-Spiele und zwei Torvorlagen stehen auf seiner Bilanz. Doch Verletzungen, insbesondere ein hartnäckiges Leistenproblem in der Saison 2023/24, zwangen ihn monatelang zur Pause.
Hinter den Kulissen kämpfte Brunner mit persönlichen Dämonen. Alkohol diente ihm als Mittel, um nach Spielen 'abzuschalten' und sich 'zu betäuben'. Aus der Gewohnheit wurde ein fester Bestandteil seines Alltags – etwas, das er heute bereut. Sein Vertrag bei Schalke lief 2024 aus, und im Januar 2025 beendete er offiziell seine Profikarriere.
Nach dem Rückzug aus dem Spitzenfußball kehrte Brunner in die Schweiz zurück. Heute kickt er bei einem Amateurverein und reflektiert über seine vergangenen Kämpfe. Sein jüngster Social-Media-Beitrag hat Aufmerksamkeit erregt und bietet einen seltenen Einblick in die stillen Herausforderungen, mit denen Sportler in der 1. Liga oft konfrontiert sind.
Brunners Karriere war von Aufstiegen und Abstiegen geprägt, dazu kamen 86 Bundesliga-Partien. Seine Entscheidung, offen über seinen Alkoholkonsum zu sprechen, wirft ein Licht auf die schwierige Kehrseite des Profisports. Während er nun in der Schweiz seine aktive Laufbahn ausklingen lässt, bleibt eine Bilanz aus Erfolgen und persönlichen Kämpfen zurück.