09 January 2026, 06:58

DAK-Gesundheit verklagt Regierung wegen unfairer Beitragserhöhungen für Versicherte

Ein rotes Blumenpflänzchen mit einem unscharfen Hintergrund und einem Wasserzeichen in der rechten unteren Ecke.

DAK-Gesundheit verklagt Regierung wegen unfairer Beitragserhöhungen für Versicherte

DAK-Gesundheit verklagt Bundesregierung wegen Krankenkassenfinanzierung

Die DAK-Gesundheit geht rechtlich gegen die Bundesregierung vor. Wie der Vorstandsvorsitzende Andreas Storm ankündigte, wird das Unternehmen am Montag Klage einreichen. Vorwurf: Die Regierung erhöhe die Beiträge auf Kosten der Versicherten. Storm argumentiert, eine angemessene Finanzierung würde unnötige Belastungen für die Bürger verhindern.

Die Klage, die vor dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen verhandelt wird, richtet sich gegen die nach Ansicht des DAK-Chefs unzureichenden Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Laut Klageschrift stünden den gesetzlichen Krankenkassen jährlich 10 Milliarden Euro zu – Gelder, die bis 2026 die Beitragssätze stabilisieren könnten. Ohne diese Mittel drohten den Versicherten laut Storm höhere Kosten.

Die DAK-Gesundheit ist mit ihrer Kritik nicht allein: Auch andere gesetzliche Krankenkassen stellen die Finanzierungsentscheidungen der Regierung für 2026 infrage. Storm betont, dass ein stabiler Beitragssatz die Belastung um 0,5 Prozentpunkte senken und Haushalte entlasten würde. Über die Finanzierungsfragen hinaus wirft die Klage zudem Probleme bei der Unterstützung von Bürgergeld-Empfängern auf. Storm fordert eine faire finanzielle Absicherung für diese Gruppe und kritisiert, dass die aktuelle Politik sie benachteilige.

Das Verfahren wird nun die Gerichte durchlaufen, wobei die DAK-Gesundheit eine Rücknahme der Beitragserhöhungen erstrebt. Bei Erfolg könnte die Klage die Regierung zwingen, die Mittelverteilung aus dem Gesundheitsfonds anzupassen. Zudem könnte das Urteil Auswirkungen auf die künftige Finanzierung von Bürgergeld-Beziehern haben.