26 March 2026, 08:33

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen – Fahrgäste ohne Hilfe

Gruppe von Menschen um ein stehendes Zug auf Schienen versammelt, mit einigen Passagieren im Zug und anderen stehend, vor Gebäuden und Bäumen im Hintergrund, mit Text unten lesend "Ludwigs-Eisenbahn, die erste Bahnstation in Deutschland".

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen – Fahrgäste ohne Hilfe

Deutsche Bahn schließt Reisezentren in Wuppertal und Solingen

Die Deutsche Bahn wird ihre Reisezentren an den Hauptbahnhöfen Wuppertal und Solingen schließen. Der Schritt folgt auf die Vergabe eines neuen Vertrags für den lokalen Ticketverkauf durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) an den Konkurrenten Transdev. Lokale Politiker zeigen sich besorgt über die Auswirkungen auf Fahrgäste, die auf persönliche Beratung angewiesen sind.

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Kritik an der Schließung kommt von den SPD-Politikern Josef Neumann, Dilek Engin und Andreas Bialas. Sie argumentieren, dass besonders schutzbedürftige Gruppen – wie ältere Reisende oder Touristen ohne Deutschkenntnisse – ohne persönliche Unterstützung vor Ort Schwierigkeiten haben werden. Neumann warnte, dass Betroffene künftig nach Düsseldorf fahren müssten, um Tickets zu buchen oder Erstattungen zu beantragen – ein unnötiger Mehraufwand.

Engin betonte die Bedeutung gut geschulter Mitarbeiter bei der Lösung komplexer Reiseprobleme, etwa bei kurzfristigen Änderungen oder Stornierungen. Bialas pflichtete ihr bei und verwies darauf, dass viele Fahrgäste nicht in der Lage seien, digitale Systeme bei Störungen selbstständig zu nutzen. Er unterstrich die Notwendigkeit von Präsenzschaltern, um bei Verspätungen oder Zugausfällen Erstattungen und Umbuchungen zu ermöglichen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn, Dirk Pohlmann, wollte nicht Stellung nehmen, wie das Unternehmen betroffene Reisende künftig unterstützen will. Die Maßnahme droht, den Ruf des Konzerns weiter zu beschädigen – insbesondere in Phasen mit Serviceeinschränkungen.

Mit der Schließung der Standorte in Wuppertal und Solingen bleiben Fahrgästen weniger Möglichkeiten für persönliche Hilfe. Ohne alternative Lösungen könnten Nutzer, die digitale Angebote nicht nutzen können, künftig größere Probleme haben, Reisekonflikte zu klären. Die Entscheidung wirft zudem Fragen zur Barrierefreiheit der Deutschen Bahn in der Region auf.

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