Dortmunder Forscher entwickeln Hochspannungsbatterie mit zehnfacher Leistung
Dragan ZimmerDortmunder Forscher entwickeln Hochspannungsbatterie mit zehnfacher Leistung
Ein neues Forschungsprojekt könnte die Batteriespeicherung revolutionieren, indem es die Spannungswerte um das Zehnfache oder mehr steigert. Die Initiative KV BATT, geleitet von der Fachhochschule Dortmund, behauptet, dass dieser Ansatz Energieverluste verringert und die Effizienz deutlich verbessert. Erste Tests laufen bereits unter Laborbedingungen, realweltliche Versuche sollen bald folgen.
Professor Martin Kiel und sein Team argumentieren, dass heutige Batteriesysteme unter hohen Strömen bei niedrigen Spannungen leiden. Diese Bedingungen erzeugen Widerstand, produzieren übermäßige Hitze und erfordern aufwendige Kühlung. Ihre Lösung sieht vor, die Spannung von 1000 Volt auf Werte zwischen 10.000 und 20.000 Volt zu erhöhen – und so diese Ineffizienzen zu minimieren.
Ein modularer Hochspannungsspeicher wurde entwickelt und im Labor erfolgreich getestet. Das Design ist kompakter als herkömmliche Systeme und benötigt kaum Wartung. Das Team ist so überzeugt von der Technologie, dass es bereits das europäische Patentverfahren eingeleitet hat.
In der nächsten Phase steht ein Praxistest im "Reallabor" in Ense, Deutschland, an. Hier sollen die Leistungen herkömmlicher 1000-Volt-Systeme direkt mit den neuen Hochspannungsmodellen verglichen werden. Die Hochschule hält die Urheberrechte am Projekt und hat Kanäle für mögliche Industriekooperationen geöffnet.
Falls erfolgreich, könnte das KV-BATT-Projekt die großtechnische Batteriespeicherung grundlegend verändern: Höhere Spannungen würden weniger Energieverluste, einfachere Kühlanforderungen und zuverlässigere Systeme bedeuten. Die anstehenden Feldtests werden zeigen, ob die Technologie bereit für eine breitere Anwendung ist.






