Dortmunder Krankenhaus testet Bodycams gegen Gewalt in Notaufnahmen
Gordon AdlerKrankenhaus testet Bodycams zum Schutz des Personals - Dortmunder Krankenhaus testet Bodycams gegen Gewalt in Notaufnahmen
Krankenhaus testet Bodycams zum Schutz des Personals in Dortmund
Dortmunder Klinik startet Pilotprojekt mit Körperkameras – Einsatz zunächst in Notaufnahmen
Dortmund, 18. Dezember 2025
Das Dortmunder Krankenhaus führt ab Mitte Januar 2026 ein dreimonatiges Pilotprojekt mit Körperkameras (Bodycams) ein, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen. Der Teststart erfolgt nach umfangreichen rechtlichen Prüfungen, um die Einhaltung des Datenschutzes zu gewährleisten. Die Kameras sollen vor allem in Hochrisikobereichen wie den Notaufnahmen in Dortmund eingesetzt werden, wo es häufig zu eskalierenden Konflikten kommt.
Die Idee, das Personal mit Bodycams auszustatten, wurde erstmals 2025 vorgebracht. Juristische Fachleute prüften den Plan anschließend gründlich, um sicherzustellen, dass er den strengen Datenschutzvorgaben entspricht. Laut dem genehmigten Konzept dürfen Aufnahmen ausschließlich in bedrohlichen Situationen gemacht werden – niemals während medizinischer Behandlungen oder privater Gespräche. Zudem müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Beginn einer Aufnahme ankündigen.
Das Pilotprojekt umfasst die Notaufnahmen der Zentral- und Nordklinik sowie das Kinderkrankenhaus in Dortmund. Die Kameras sollen vorrangig in den Empfangsbereichen zum Einsatz kommen, um Aggressionen abschreckend zu wirken und bei der Deeskalation von Konflikten zu helfen. Kommt es zu einem Vorfall mit juristischen Konsequenzen, kann das Filmmaterial als Beweismittel dienen.
Die Beschäftigten entscheiden selbst, ob sie eine Kamera tragen und wann sie diese aktivieren möchten. Die internen Richtlinien des Krankenhauses regeln zudem, wie die Aufnahmen gespeichert und nach einer festgelegten Frist automatisch gelöscht werden. Der Betriebsrat unterstützt die Maßnahme und sieht darin einen notwendigen Schritt zur Verbesserung der Arbeitssicherheit in der Stadt Dortmund.
Nach Abschluss der dreimonatigen Testphase werden die Klinikleitung und Verantwortlichen die Ergebnisse auswerten. Anschließend wird entschieden, ob die Bodycams dauerhaft eingesetzt und gegebenenfalls auf weitere Abteilungen in der Stadt Dortmund ausgeweitet werden. Das System ist darauf ausgelegt, den Schutz des Personals mit strengen Datenschutzauflagen in Einklang zu bringen.