01 April 2026, 00:54

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 2023 untätig – Druck vor Jagd und Hund wächst

Plakat für einen Zoo in München, Deutschland, mit einem Leoparden und einer Hauskatze und Textinformationen über den Zoo.

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 2023 untätig – Druck vor Jagd und Hund wächst

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd steht wegen Untätigkeit in der Kritik

Die 2023 eingerichtete Kommission, die die ethischen Aspekte der Jagdpraxis prüfen sollte, ist seit über eineinhalb Jahren nicht mehr zusammengetreten. Angesichts der bevorstehenden Messe Jagd und Hund wächst nun der Druck, dass das Gremium noch vor der Sommerpause aktiv wird.

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Ursprünglich sollte die Kommission bewerten, ob Anbieter von Jagdreisen auf künftigen Messen zugelassen werden dürfen. Doch wie Dortmunds Oberbürgermeister kürzlich einräumte, gibt es keine Protokolle der Sitzungen – die Aktenführung war lückenhaft. Diese Untätigkeit stellt die Stadtspitze nun vor die Wahl: die Kommission zu konkreten Ergebnissen drängen oder ihr Schweigen dulden.

Politische Gräben verschärfen die Dringlichkeit Die Grünen, die SPD, die Linke und kleinere Fraktionen stimmten dafür, dass die Kommission noch vor der Sommerpause tagen soll. Die CDU, zwar grundsätzlich unterstützend, hätte auch einen späteren Termin akzeptiert. Die AfD lehnt das Gremium hingegen komplett ab.

Die Debatte fällt in eine Zeit, in der die Bundesregierung die Trophäenjagd zunehmend kritisiert. Seit 2021 positioniert sich das Umweltministerium klar dagegen und gewährt keine staatlichen Fördergelder mehr. 2022 verabschiedete der Bundestag auf Initiative der Ampelkoalition einen Antrag, der die Einfuhr von Jagdtrophäen verbieten soll – mit 380 Stimmen. 2024 und 2025 mehrten sich die Forderungen nach schärferen Regeln, besonders nach Affären wie dem Jägerlobby-Skandal 2023. In diesem Jahr trieb Umweltministerin Knopf strengere CITES-Bestimmungen und ein Verbot öffentlicher Mittel für die Trophäenjagd voran.

Die Messe Jagd und Hund zwingt Dortmund zum Handeln Ohne klare Vorgaben der Ethikkommission muss die Stadt nun entscheiden, wie sie mit Ausstellern umgehen will, die Jagdreisen bewerben. Das Ergebnis wird zeigen, ob das Gremium seiner Aufgabe gerecht wird – oder weiter untätig bleibt, während die politische und öffentliche Kritik zunimmt.

AKTUALISIERUNG

Dortmund's Hunting Ethics Commission Remains Silent as Fair Proceeds Uninterrupted

The Jagd und Hund 2026 fair ran from January 27 to February 1, 2026, without disruption despite the stalled ethics commission. A post-event summary video featuring Tobias Schmitz confirmed the event's success. The 2027 edition is already scheduled for February 2-7, 2027, showing no resolution to the ongoing debate over exhibitor guidelines.