Essener Fachdiskussion zeigt Wege aus der Kinderarmut durch Präventionsarbeit
Ignaz KreuselEssener Fachdiskussion zeigt Wege aus der Kinderarmut durch Präventionsarbeit
Eine aktuelle Fachdiskussion in Essen hat die Herausforderungen bei der Bekämpfung von Kinderarmut durch kommunale Präventionsarbeit in den Fokus gerückt. Die vom Lenkungsgremium kinderstark organisierte Veranstaltung fand Ende Oktober 2025 im UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein statt. Die Ergebnisse der Tagung wurden später vom Presse- und Kommunikationsamt der Stadt Essen am 14. November 2025 veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Zusammenkunft standen wirkungsorientierte Ansätze in Präventionsprogrammen. Stefan Schmidt hielt einen Hauptvortrag darüber, wie Governance messbare Ergebnisse in solchen Initiativen vorantreiben kann. Gerda Holz präsentierte zudem Forschungsergebnisse zu Kinderarmut und betonte die Schwierigkeiten, mit denen lokale Behörden bei der Umsetzung wirksamer Strategien konfrontiert sind.
Ein zentrales Thema war die Essener Präventionskette, ein Vorhaben, das koordinierte Dienstleistungen zur Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bündelt. Sybille Krüger, Leiterin der kinderstark-Koordinierungsstelle, unterstrich die Notwendigkeit, dass Präventionsarbeit klare, messbare Ergebnisse in den Blick nehmen müsse.
Carsten Bluhm, Leiter des Essener Jugendamts, ergänzte, dass Teilhabe und Chancengerechtigkeit unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft seien. Auch das Programm kinderstark – NRW schafft Chancen, das 2025 vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen mit rund 14,3 Millionen Euro gefördert wurde, wurde als wichtiger Beitrag zu diesen Bemühungen hervorgehoben.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie entscheidend strukturierte, wirkungsorientierte Präventionsarbeit für die Bekämpfung von Kinderarmut ist. Mit erheblichen Fördermitteln und abgestimmten Initiativen wie der Essener Präventionskette arbeiten lokale Behörden daran, die Lebensperspektiven junger Menschen zu verbessern. Die veröffentlichten Ergebnisse bieten nun eine Grundlage für weiteres Handeln in der Region.






